Am Freitag, den 19.06.2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Uedem zu einem gemeldeten Scheunenbrand alarmiert. Eine 40 × 25 Meter große Halle stand in Vollbrand.
Uedem: Brand landwirtschaftliche Halle

Uedem (ost)
Am Freitag, dem 19.06.2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Uedem um 01:16 Uhr zu einem gemeldeten Scheunenbrand auf der Straße „An der Ley“ im Ortsteil Uedemerbruch alarmiert.
Schon während der Anfahrt war ein deutliches Feuer zu sehen. Nachdem der Einsatzleiter die Situation erkundet hatte, wurde der Leitstelle gemeldet, dass eine landwirtschaftliche Halle von etwa 40 × 25 Metern in Vollbrand stand. In der Halle befanden sich etwa 850 Stroh- und Heuballen sowie die gesamte Maschinerie des landwirtschaftlichen Betriebs.
Sofort wurden umfangreiche Löschmaßnahmen eingeleitet. Diese gestalteten sich zunächst schwierig, da es keine ausreichende Wasserversorgung gab. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde der Schlauchwagen 2000 der Feuerwehr Goch alarmiert, der eine lange Strecke mit Wasser versorgte. Außerdem wurde die Drehleiter der Feuerwehr Weeze hinzugezogen, um die Brandbekämpfung von oben zu unterstützen.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden der Abrollcontainer Atemschutz und der Gerätewagen Logistik des Kreises Kleve nachalarmiert, um die Einsatzkräfte mit genügend Atemschutzgeräten und weiterem Equipment zu versorgen.
Nachdem die ersten Löschmaßnahmen Wirkung zeigten, wurde ein örtliches Lohnunternehmen zur Hilfe gerufen. Mit Radladern und Baggern wurden die brennenden Stroh- und Heuballen aus der Halle geholt, ins Freie gebracht, dort verteilt und dann gezielt gelöscht. Bei diesen Arbeiten halfen auch mehrere Landwirte aus der Umgebung mit ihren Maschinen.
Aufgrund der hohen Außentemperaturen stieg der Rauch des Brandes nicht wie üblich auf, sondern blieb über der gesamten Einsatzstelle liegen. Besonders in der Halle führte dies zu stark eingeschränkten Sichtverhältnissen. Deshalb wurde der Einsatz eines LUF (Löschunterstützungsfahrzeugs) der Feuerwehr Kleve geprüft und dann umgesetzt. Mit einem leistungsstarken Lüfter konnte der Rauch aus der Halle gedrückt und die Sichtverhältnisse deutlich verbessert werden.
Aufgrund der Belastung durch Rauchgase entschied der Einsatzleiter frühzeitig, die Bevölkerung über das MoWaS-System, insbesondere über die NINA-App, zu warnen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Während des Einsatzes wurde der Grundschutz in der Gemeinde Uedem durch die Feuerwehren Weeze und Goch aufrechterhalten. In den frühen Morgenstunden wurde die Feuerwehr Weeze auch zu einer Türöffnung in Keppeln gerufen.
Da der Einsatz viele Stunden dauerte und die hohen Temperaturen die Einsatzkräfte zusätzlich belasteten, wurden die Einsatzkräfte mehrmals ausgetauscht. Dabei halfen die Feuerwehren Weeze und Kalkar, die die Einsatzkräfte vor Ort jeweils nach etwa vier Stunden ablösten. So konnten sich die eingesetzten Kräfte nach dem anstrengenden Einsatz erholen und regenerieren.
Nachdem die Halle vollständig geleert war, wurde ein Bewässerungssystem aufgebaut, um das bereits gelöschte Stroh und Heu dauerhaft zu kühlen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Gegen 20:00 Uhr konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden. Derzeit finden regelmäßig Brandnachschauen statt. Außerdem wird das Stroh und Heu weiterhin mithilfe des Bewässerungssystems gekühlt. Diese Maßnahmen werden voraussichtlich noch mehrere Tage fortgesetzt.
Insgesamt waren etwa 120 Einsatzkräfte an diesem aufwendigen Einsatz beteiligt.
Die Freiwillige Feuerwehr Uedem bedankt sich herzlich bei allen Feuerwehren und Organisationen, die uns bei diesem herausfordernden Einsatz unterstützt haben. Unser besonderer Dank gilt den Feuerwehren aus Goch, Weeze, Kalkar und Kleve, der Bundeswehr-Feuerwehr, dem Ordnungsamt Uedem, dem Bauhof Uedem, der Polizei einschließlich des Polizeipressesprechers sowie den Mitarbeitenden des Kreises Kleve.
Ebenso bedanken wir uns beim EDEKA Markt Puleo, der Bäckerei Büsch sowie Mettwurst Thoenes für die hervorragende Unterstützung bei der Verpflegung unserer Einsatzkräfte während des lang andauernden Einsatzes.
Vielen Dank an alle Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz.
Quelle: Presseportal








