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Vahrenheide: Hohes Einsatzaufkommen in Silvesternacht

Feuerwehr und Rettungsdienst stark gefordert mit 86 Brändeinsätzen und 160 Notfalleinsätzen in Hannover.

Foto: Unsplash

Hannover (ost)

In der vergangenen Silvesternacht waren die Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze sehr intensiv. Zwischen 19:00 und 07:00 Uhr wurden insgesamt 86 Brandeinsätze von der Feuerwehr Hannover durchgeführt. Der Rettungsdienst in der Landeshauptstadt musste zu 160 Notfalleinsätzen ausrücken. Insgesamt war die Anzahl der Brandeinsätze im Vergleich zum Vorjahr niedriger. Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich mit zusätzlichem Personal in der Regionsleitstelle und zusätzlichen Einsatzfahrzeugen gut auf die erhöhte Anzahl von Einsätzen in der Silvesternacht vorbereitet.

Neben drei größeren Einsatzorten musste die Feuerwehr hauptsächlich brennende Müllcontainer und Papiercontainer löschen, die vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet wurden. Die Einsatzkräfte konnten alle Brände schnell unter Kontrolle bringen und so größere Schäden verhindern.

Besondere Brandeinsätze in Hannover:

Um 00:26 Uhr wurde ein Kellerbrand in Vahrenheide gemeldet. In der Sahlkampstraße brannte es in einem Keller und der Treppenraum war verraucht. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten bereits alle Bewohner das Gebäude verlassen. Drei Trupps unter Atemschutz wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt. Das Feuer wurde schnell gelöscht und der Keller sowie der Treppenraum wurden entraucht. Aufgrund der Intensität des Brandes musste das Gebäude stromlos geschaltet werden. Im Einsatz waren zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, eine Ortsfeuerwehr und der Rettungsdienst.

Um 00:34 Uhr wurde ein Balkonbrand im Stadtteil Vahrenwald gemeldet. In der Alemannstraße sollte es auf einem Balkon brennen. Vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde das Stichwort aufgrund vieler Anrufe und Berichte über Flammen auf anderen Balkonen erhöht. Ein Anwohner hatte bereits mit den Löscharbeiten begonnen und sich dabei leicht verletzt. Glücklicherweise musste er nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Alle anderen Bewohner hatten das Gebäude unverletzt verlassen. Die Einsatzkräfte führten einen massiven Löscheinsatz sowohl von innen als auch über eine Drehleiter durch, sodass das Feuer nach etwa 20 Minuten unter Kontrolle war. Es folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten und Kontrollen der angrenzenden Wohnungen. Im Einsatz waren ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, mehrere Ortsfeuerwehren und der Rettungsdienst.

Um 00:53 Uhr wurde ein Kellerbrand mit Rauch im Treppenhaus im Stadtteil Linden-Nord am Bethlehemplatz gemeldet. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte hatten alle Bewohner das Gebäude bereits verlassen. Die Brandbekämpfung begann sowohl von innen als auch über ein Kellerfenster von außen. Nach etwa 15 Minuten konnte das Feuer gelöscht werden. Danach wurde das Gebäude entraucht. Im Einsatz waren ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, mehrere Ortsfeuerwehren und der Rettungsdienst.

Gegen 1 Uhr wurde in Oberricklingen ein Feuerwehrtrupp, der einen brennenden Müllcontainer löschte, mit einem Feuerwerkskörper beworfen. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Obwohl es mit 86 Einsätzen weniger Brände als im Vorjahr (2024/2025=131) gab, waren die Herausforderungen für die Feuerwehr Hannover aufgrund der fast zeitgleich auftretenden größeren Einsatzstellen dennoch hoch.

Der Rettungsdienst musste in den Notfalleinsätzen der Silvesternacht häufig bei Alkoholvergiftungen und Verletzungen nach Stürzen oder Auseinandersetzungen qualifizierte Hilfe leisten.

Mit 160 Einsätzen des Rettungsdienstes gab es ungefähr gleich viele Notfälle wie im Vorjahr (2024/2025=158).

Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich wie in den Vorjahren gut auf die erhöhte Anzahl von Einsätzen in der Silvesternacht vorbereitet, indem sie zusätzliches Personal in der Regionsleitstelle und eine erhöhte Anzahl von fest besetzten Einsatzfahrzeugen einsetzten. An 12 Standorten der Freiwilligen Feuerwehr waren 147 ehrenamtliche Einsatzkräfte zwischen 17:00 Uhr am Silvesterabend und 04:00 Uhr am Neujahrsmorgen im Einsatz. Insgesamt waren rund 20 zusätzliche Einsatzfahrzeuge mit Personal besetzt. Die Berufsfeuerwehr stellte zusammen mit den Rettungsdienstbeauftragten 14 zusätzliche Rettungsmittel für die Notfallrettung bereit und war somit gut vorbereitet.

Die Regionsleitstelle bearbeitete in der Silvesternacht von 19:00 bis 07:00 Uhr insgesamt 709 Hilfeersuchen in der gesamten Region Hannover. Dies war etwas weniger als im Vorjahr (2024/2025=724), dennoch war es eine hohe Anzahl von Einsätzen. Auch in der Regionsleitstelle war zusätzliches Personal anwesend, um die vielen eingehenden Anrufe entgegenzunehmen und die notwendigen Einsatzmittel zu koordinieren.

Quelle: Presseportal

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