Die Polizei Varel ermittelt in mehreren Strafverfahren, die sich im Stadtgebiet Varel und im Vareler Wald ereignet haben. Es besteht ein Zusammenhang zwischen den Taten.
Varel: Polizei sucht Zeugen nach Serie von Straftaten

Varel (ost)
Derzeit führt die Polizei Varel Ermittlungen in mehreren Strafverfahren durch, die sich in der Nacht vom 03.06.2026 auf den 04.06.2026 im Stadtgebiet Varel sowie im Bereich des Vareler Waldes ereignet haben. Aufgrund der Nähe in Ort und Zeit sowie ähnlicher Vorgehensweisen wird derzeit ein Zusammenhang zwischen den Taten nicht ausgeschlossen.
Es wurden verschiedene abgestellte Fahrzeuge angegriffen. In einem Fall wurde aus einem Auto ein Geldbeutel mit Ausweisdokumenten, Bankkarten und Bargeld gestohlen. In zwei weiteren Fällen versuchten bisher unbekannte Täter, in Fahrzeuge einzubrechen. Dabei wurden Fahrzeugscheiben und Autotüren beschädigt.
Zusätzlich wurde in der Friedrich-August-Straße ein abgestelltes Auto aufgebrochen. Nachdem eine Handtasche aus dem Fahrzeug gestohlen worden war, wurde die Rücksitzbank des Autos in Brand gesetzt. Die gestohlene Handtasche konnte später durchsucht in einem angrenzenden Waldstück gefunden werden. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Zudem geriet am Morgen des 04.06.2026 im Bereich „Buschmanns Ruh“ am Dreschenweg eine Eiche in Brand. Nach bisherigen Erkenntnissen wird von einer absichtlichen Brandstiftung ausgegangen.
Die Ermittler vermuten derzeit, dass der oder die Täter sich über mehrere Stunden im Bereich Varel und rund um den Vareler Wald bewegt haben könnten.
Die Polizei bittet daher nicht nur Bewohnerinnen und Bewohner in unmittelbarer Nähe der Tatorte um Unterstützung. Auch Personen aus angrenzenden Wohngebieten sowie entlang möglicher Lauf- oder Fahrtrouten werden gebeten, vorhandene private Videoaufnahmen, Türklingelkameras oder Überwachungssysteme auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Zeitraum zwischen dem Abend des 03.06.2026 und den Vormittagsstunden des 04.06.2026 zu überprüfen.
Besonders wichtig sind dabei auch Beobachtungen, die zunächst belanglos erscheinen. Jede noch so kleine Wahrnehmung kann für die Ermittlungen von Bedeutung sein. Hierzu gehören zum Beispiel unbekannte Personen, die sich in Wohngebieten, auf Grundstücken, an geparkten Fahrzeugen oder im Bereich des Vareler Waldes aufgehalten haben.
Zeugen oder Personen mit entsprechenden Videoaufnahmen werden gebeten, sich mit der Polizei Varel unter der Telefonnummer 04451 923-0 in Verbindung zu setzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang von 278 auf 236 Fälle. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich von 380 auf 315, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 329 auf 269 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 51 auf 46 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen fiel von 152 auf 127. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








