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Vechta: 23-Jähriger festgenommen in Osnabrück

Die Polizei ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts. Der mutmaßliche Täter wurde nach einem Ladendiebstahl festgenommen.

Foto: Depositphotos

Osnabrück (ost)

Nach einem Zwischenfall am Samstagmorgen in einer Wohnung in der Martinistraße in Osnabrück wird von Polizei und Staatsanwaltschaft wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.

Nach den bisherigen Untersuchungen drang der 23-jährige Verdächtige gegen neun Uhr gewaltsam in die betroffene Wohnung ein. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich neben dem späteren Opfer noch vier weitere Personen in der Wohnung. Anschließend warf der 23-Jährige einen Beistelltisch in Richtung des 21-jährigen Opfers und fügte ihm dann mit einem scharfen Gegenstand eine tiefe Schnittwunde am Hals zu. Danach floh der Täter aus der Wohnung.

Während der 21-Jährige mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde, startete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen. Gegen 17 Uhr wurde der mutmaßliche Täter nach einem Ladendiebstahl im Bereich der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta festgenommen. Noch am Abend wurde der 23-Jährige von der örtlichen Polizeiinspektion in Osnabrück in Gewahrsam genommen. Der Haftrichter des Amtsgerichts Osnabrück erließ am Sonntagmorgen einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück betrachtet den Vorfall derzeit als versuchtes Tötungsdelikt. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen und Hintergründen des Vorfalls dauern an. Nach dem aktuellen Stand besteht für das 21-jährige Opfer derzeit keine Lebensgefahr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist ebenfalls zurückgegangen, von 258 im Jahr 2022 auf 225 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist von 380 auf 315 gesunken. Davon waren 329 männlich, 51 weiblich und 152 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022. Im Jahr 2023 waren es 269 männliche, 46 weibliche und 127 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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