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Vegetationsbrandbekämpfung: Übung und Ernstfall

Die Feuerwehr Lehrte führt jährlich ein Seminar zur Vegetationsbrandbekämpfung durch, um komplexe taktische Herausforderungen zu meistern. Anschließend können die Feuerwehrleute das Erlernte in der Praxis anwenden.

Ortsfeuerwehr Lehrte löscht einen Flächenbrand in der Nähe der Goethestrasse.
Foto: Presseportal.de

Lehrte (ost)

Die steigende Anzahl von Vegetationsbränden stellt die Feuerwehren vor komplizierte taktische und organisatorische Herausforderungen. Das dynamische Verhalten von Bränden, hohe Ausbreitungsgeschwindigkeiten, schwierige Geländebedingungen, lange Anfahrts- und Wegstrecken sowie eine manchmal begrenzte Löschwasserversorgung erfordern spezielle Kenntnisse und Einsatzpraxis.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, veranstaltet die Stadtfeuerwehr Lehrte einmal im Jahr ein Seminar zur Bekämpfung von Vegetationsbränden. Die Ausbilder orientieren sich dabei an den Schulungsinhalten des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK). Zunächst erhielten die Teilnehmer an einem Abend das erforderliche theoretische Grundlagenwissen. Die Teilnehmer kamen dieses Mal aus den Ortsfeuerwehren Ahlten, Aligse, Kolshorn, Lehrte und Steinwedel. Am folgenden Samstag konnten die Feuerwehrleute das Gelernte in der Praxis umsetzen. Dabei wurde ihnen gezeigt, wie sich ein Brand entwickelt, wie Feuer sich ausbreitet und wie dynamisch sich entsprechende Einsatzszenarien entwickeln können. Danach hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in mehreren Übungen nicht nur den Umgang mit verschiedenen Handwerkzeugen zu üben, sondern auch die verschiedenen Löschmöglichkeiten zu testen, die sich mit den Fahrzeugen und Geräten der Stadtfeuerwehr Lehrte ergeben.

Die Wichtigkeit einer solchen Ausbildung zeigt sich allein an den vier Vegetationsbränden der vergangenen Woche. So wurde die Ortsfeuerwehr Ahlten zu einem brennenden Stoppelfeld gerufen (siehe Bericht im Presseportal vom 08.08.2026). Die Ortsfeuerwehr Arpke wurde zu einem Feuer an Bahngleisen sowie zu einem Vegetationsbrand an einem Fahrbahnseitenstreifen alarmiert. Die Ortsfeuerwehr Lehrte wurde am gestrigen Samstag, den 15.08.2026, zu einem Feuer auf einer Wiese gerufen, das sich bereits auf einer Fläche von etwa 150 Quadratmetern ausgebreitet hatte. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Brand jedoch bereits fast erloschen und es mussten nur noch Nachlöscharbeiten durchgeführt werden.

Aufgrund des anhaltend trockenen Wetters und der sommerlichen Temperaturen bittet die Feuerwehr die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lehrte um vorsichtiges Verhalten. Offenes Feuer sowie das Rauchen in Wäldern und auf Wiesen sind untersagt. Außerdem sollten keine glimmenden Zigaretten oder andere brennende Gegenstände aus Fahrzeugen geworfen werden. Wer einen Brand entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren. Es sind genaue Angaben zum Einsatzort wichtig, damit die Einsatzkräfte die Brandstelle schnell erreichen können. Wenn möglich, sollten die anrückenden Kräfte an geeigneten Punkten eingewiesen werden.

Für die nächsten Tage sind jedoch mehr Niederschläge vorhergesagt. Daher geht die Feuerwehr derzeit davon aus, dass sich die Lage zunehmend entspannen wird.

Quelle: Presseportal

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