Immer wieder werden Absperrungen ignoriert, umgangen oder umgestellt. Die Polizei appelliert an alle Bürger, die Absperrmaßnahmen zu akzeptieren.
Verden: Abgesperrt heißt abgesperrt

PI Verden/Osterholz (ost)
Verden. Während der Unfallaufnahme zu einem tödlichen Verkehrsunfall in der Großen Straße in Verden am 08.09.2026 erlebten die Einsatzkräfte der Polizei Verden einen besonders dreisten Fall. Dieser Vorfall verdeutlicht erneut, dass es wichtig ist klarzustellen, dass abgesperrt auch wirklich abgesperrt bedeutet.
Es kommt häufig vor, dass Polizei, Feuerwehr und andere Einsatzkräfte feststellen, dass Absperrungen nicht respektiert, umgangen oder manipuliert werden. Manchmal reicht ein einfaches Hindernis nicht aus, um zu zeigen, dass der Bereich nicht betreten werden darf. Oft ist es notwendig, zusätzlich zur Absperrung eine Einsatzkraft dort zu stationieren, um sicherzustellen, dass niemand den Bereich betritt. Leider führen solche Vorfälle oft zu langen Diskussionen, die wertvolle Zeit der Einsatzkräfte binden, aber letztendlich nichts an der bestehenden Absperrung ändern.
Es gibt verschiedene Gründe für Absperrungen. Tatorte, Unfallstellen oder Gefahrenbereiche müssen gesichert werden. Absperrungen ermöglichen es den Rettungs- und Einsatzkräften, ihre Arbeit ungestört und effizient zu erledigen. Oft ist von außen nicht ersichtlich, welche Gefahren innerhalb des abgesperrten Bereichs lauern oder welche Maßnahmen dort gerade durchgeführt werden.
Bei dem Vorfall in Verden war die Unfallstelle großflächig abgesperrt. Die Polizei führte spezielle Aufnahme- und Messverfahren durch, deren Auswertung nur möglich ist, wenn die Unfallstelle nicht betreten oder verändert wird. Trotzdem betraten zwei Personen den abgesperrten Bereich, indem sie das Flatterband anhoben. Eine Beamtin sprach die Personen an und wies sie deutlich auf die Absperrung hin. Eine der Personen reagierte lediglich mit den Worten: “Das sehen wir”. Danach setzten beide unbeirrt ihren Weg fort und betraten weiterhin den abgesperrten Bereich. Auch nach einer erneuten Kontrolle zeigten sich die Personen uneinsichtig. Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Solche Vorfälle sind leider keine Seltenheit. Die Polizei appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, Absperrungen zu respektieren und die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zusätzlich zu erschweren.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtanzahl aus, was 4.271 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1.665 Fällen oder 0,79% vertreten. Die meisten Unfälle (81,86%) waren übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 173.330. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








