Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Verfolgungsfahrt in Langenhagen endet mit Verkehrsunfall

Ein 26-jähriger Mann versucht Polizeikontrolle zu entkommen, gefährdet Radfahrer. Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.

Foto: Depositphotos

Hannover (ost)

Am Dienstagnachmittag, den 08.09.2026, versuchte ein 26-jähriger Mann, einer Polizeikontrolle zu entkommen, was schließlich zu einem Verkehrsunfall in der Theodor-Heuss-Straße in Langenhagen führte. Zuvor kam es zu einem beinahe Zusammenstoß zwischen dem Flüchtenden und einem Fahrrad. Die Polizei bittet nun um Zeugen des Unfalls.

Gemäß den bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover führten uniformierte Polizeibeamte in einem unmarkierten Streifenwagen gegen 15:45 Uhr eine stationäre Verkehrsüberwachung im Bereich des Reuterdamms in Langenhagen durch. Dabei fiel den Beamten ein 26-jähriger Fahrer eines weißen Mercedes Vito auf, der während der Fahrt sein Handy benutzte. Die Polizisten entschieden daraufhin, den Mann zu kontrollieren.

Anfangs schien der Fahrer des Mercedes bereit zu sein, der Aufforderung zum Anhalten auf einem nahegelegenen Tankstellengelände nachzukommen. Doch auf dem Gelände beschleunigte er plötzlich und floh mit seinem Fahrzeug.

Die Polizei nahm daraufhin mit Blaulicht und Martinshorn die Verfolgung auf. Diese führte durch verschiedene Straßen in Langenhagen. In Höhe der “Neuen Bult” fuhr der Mercedes-Fahrer auf den Gehweg. Ein Radfahrer musste sich in eine Ausbuchtung retten und konnte so eine Kollision vermeiden.

Die Polizisten versuchten daraufhin, den Mercedes mit ihrem unmarkierten Streifenwagen zu stoppen. Dabei streifte der Mercedes den Streifenwagen und setzte seine Fahrt fort.

Kurz darauf fuhr der 26-Jährige in der Theodor-Heuss-Straße auf zwei wartende Fahrzeuge auf, die an einer roten Ampel standen. Durch den Zusammenstoß lösten die Airbags des Mercedes Vito aus. Der Fahrer konnte nicht weiterfahren, stieg aus und wurde von den Polizisten festgenommen.

Bei dem Unfall wurden keine Personen verletzt.

Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat die Ermittlungen zum Unfallhergang eingeleitet. Dem Unfallfahrer drohen nun strafrechtliche Konsequenzen wegen verschiedener Verkehrsdelikte, darunter der Verdacht des illegalen Autorennens, Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Personen, die Informationen zur Fahrweise des Unfallfahrers, dem Unfallhergang oder anderen relevanten Details haben, werden gebeten, sich telefonisch beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-1888 zu melden. /bau, nash

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle, nämlich 173.330, waren übrige Sachschadensunfälle, was 81,86% aller Unfälle entspricht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Bei den Verkehrsunfällen kamen 423 Menschen ums Leben, 5.122 wurden schwer verletzt und 36.247 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24