Ermittler verhaften mutmaßliche Geldabholer nach Betrug an älteren Personen und sichern Beweismittel. Die Beschuldigten wurden inhaftiert und weitere Ermittlungen wegen Bandenbetrugs laufen.
Verhaftung nach Callcenter-Betrug in Salzgitter

Hildesheim (ost)
In HILDESHEIM – SALZGITTER – (jpm) sind Beamte des 3. Fachkommissariats der Polizei Hildesheim derzeit unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim mit Ermittlungen wegen sogenanntem Callcenter-Betrug zum Nachteil von zwei älteren Frauen und einem älteren Mann beschäftigt. Am frühen Dienstagmorgen (03.03.2026) wurden Untersuchungshaftbefehle gegen zwei 30 und 33 Jahre alte Männer aus Salzgitter vollstreckt, die dringend verdächtigt werden, als Geldabholer bei den Taten fungiert zu haben.
Die Ermittlungen betreffen drei Fälle, die zwischen Dezember des letzten Jahres und Februar dieses Jahres aufgetreten sind. Dabei wurden ältere Geschädigte aus Hildesheim, Goslar und Laatzen von angeblichen Polizeibeamten kontaktiert und um fünf- bis sechsstellige Geldbeträge betrogen.
Nach vorliegenden Informationen erhielten die Senioren zuvor Anrufe von bisher unbekannten Tätern, die ihnen suggerierten, dass sie Opfer von Straftaten werden und ihre Ersparnisse nicht mehr sicher seien. Die Betrüger gingen dabei so überzeugend vor, dass die Geschädigten letztendlich hohe Geldsummen an vermeintliche Polizisten an ihren Wohnadressen übergaben.
Intensive Ermittlungen mit Zeugenbefragungen führten die Strafverfolgungsbehörden auf die Spur der beiden Männer aus Salzgitter, die verdächtigt werden, die Beute in allen drei Fällen gemeinsam abgeholt zu haben. Der Tatverdacht gegen sie ist so stark, dass das Amtsgericht Hildesheim auf Antrag der Staatsanwaltschaft neben zwei Haftbefehlen wegen Fluchtgefahr auch vier Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der Beschuldigten und zwei Personen aus ihrem Umfeld erließ. Bei der heutigen Durchsuchung stellten die Ermittler Beweismittel wie Datenträger, mutmaßliche Tatkleidung und ein mutmaßliches Tatfahrzeug sicher.
Nach der Vorführung bei einem Haftrichter wurden die Beschuldigten in Justizvollzugsanstalten gebracht.
Die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges werden fortgesetzt.
Presseanfragen sind ausschließlich an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Hildesheim zu richten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, wovon 258 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 380, wobei 329 männliche und 51 weibliche Verdächtige waren. 152 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 236, von denen 225 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 315, wobei 269 männliche und 46 weibliche Verdächtige identifiziert wurden. 127 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








