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Waake: Einbrecher in Bösinghausen festgenommen

Mutmaßliche Einbrecher dank Schuhspuren im Schnee und aufmerksamem Nachbarn gefasst, U-Haftbefehle erlassen

Foto: Depositphotos

Göttingen (ost)

Waake, Ortsteil Bösinghausen, In der Schleene Montag, 16. Februar 2026, gegen 18.20 Uhr

BÖSINGHAUSEN/EBERGÖTZEN (jk) – Ihre vom Tatort wegführenden Schuhspuren im Schnee gepaart mit einem vorbildlich wachsamen Nachbarn sind zwei mutmaßlichen Wohnhauseinbrechern am Montagabend (16.02.26) in Bösinghausen (Landkreis Göttingen) zum Verhängnis geworden. Polizeibeamte verfolgten die Schuheindrücke der Männer bis zur Ortschaft Ebergötzen. Hier wurden die Gesuchten aufgespürt und festgenommen. Sie hatten sich hinter einem Baum versteckt. Die beiden 31 und 32 Jahre alten Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Duderstadt vorgeführt. Dieser erließ U-Haftbefehle wegen „Fluchtgefahr“. Die Festgenommenen sitzen inzwischen in unterschiedlichen Haftanstalten.

Der schnelle Erfolg ist auch einem aufmerksamen Zeugen zu verdanken. Dieser hatte gegen 18.20 Uhr beobachtet, wie zwei männliche Personen verdächtig um das Einfamilienhaus eines Nachbarn herumschlichen. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause.

Der „wachsame Nachbar“ informierte sofort die Polizei. Seine mitgeteilten Beobachtungen lösten einen größeren Polizeieinsatz aus. Mehrere Streifenwagen aus Göttingen, Duderstadt, Herzberg, Friedland sowie aus dem benachbarten Northeim fuhren den beschriebenen Tatort in der Ortschaft Bösinghausen an.

Das Einfamilienhaus wurde von den Einsatzkräften zunächst umstellt und dann durchsucht. Einbrecher konnten im Innern aber nicht mehr angetroffen werden. Sie waren bereits geflüchtet.

Den ersten Ermittlungen zufolge, waren die Täter offenbar nur kurz zuvor über eine aufgebrochene Terrassentür in das Haus eingedrungen und hatten diverse Räume, Schränke und Schubladen durchwühlt. Ob etwas gestohlen wurde, steht noch nicht fest.

Am Tatobjekt entdeckten die Ermittler schließlich mehrere Schuheindruckspuren im Schnee, die allesamt in ein angrenzendes Waldgebiet verliefen. Die Beamten folgten der Fährte und stießen dabei in dem Waldstück auf augenscheinlich zurückgelassenes Einbruchwerkzeug und ein Funkgerät. Der Fund wurde beschlagnahmt.

Die „Spuren im Schnee“ führten die Polizisten letztlich über Feldwege und durch das Waldgebiet bis nach Ebergötzen. Hier konnten die Flüchtigen festgenommen werden.

Die weiteren Ermittlungen in dem Fall dauern an.

In diesem Zusammenhang prüfen die Ermittler auch, ob die Festgenommenen für weitere Wohnhauseinbrüche in den letzten Monaten im Göttinger Umland als Täter in Betracht kommen.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Niedersachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 6510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 7646 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging jedoch von 1570 auf 1517 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 1299 auf 1244. Davon waren 1115 männlich, 184 weiblich und 509 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 27061 Fällen die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 6.510 7.646
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.570 1.517
Anzahl der Verdächtigen 1.299 1.244
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.115 1.068
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 184 176
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 509 434

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück. Unter den Verdächtigen waren 329 Männer und 51 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 269 Männer und 46 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen sank von 152 auf 127. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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