Eine 20-Jährige kollidiert mit einem Straßenbaum nachdem sie einem Reh ausgewichen ist. Polizei warnt vor erhöhter Wildunfallgefahr und gibt Verhaltenstipps.
Wellie: Verkehrsunfall nach Wildwechsel in Liebenau

Liebenau (ost)
Am Donnerstagmorgen, den 17. September 2026, ereignete sich auf der L 351 zwischen Liebenau und Wellie ein Verkehrsunfall nach einem Wildwechsel, bei dem eine Autofahrerin leichte Verletzungen erlitt.
Um 07:15 Uhr fuhr eine 20-jährige Frau aus Stolzenau mit ihrem VW auf der L 351 von Liebenau in Richtung Wellie. Etwa einen Kilometer vor Wellie überquerte plötzlich ein Reh die Straße. Die Fahrerin wich nach rechts aus, geriet auf den Grünstreifen und kam ins Schlingern. Schließlich prallte das Auto seitlich gegen einen Baum und kam am Straßenrand zum Stehen. Die 20-Jährige wurde bei dem Aufprall leicht verletzt. Ein Rettungswagen war nicht erforderlich. Der Sachschaden am Fahrzeug wird vorläufig auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Das Auto musste abgeschleppt werden.
Aus gegebenem Anlass warnt die Polizei eindringlich vor der erhöhten Gefahr von Wildunfällen. Mit dem Einsetzen der dunklen Jahreszeit und der bevorstehenden Zeitumstellung Ende Oktober verlagert sich der Berufsverkehr wieder vermehrt in die Dämmerungsstunden – genau zu der Hauptaktivitätszeit vieler Wildtiere. Autofahrer sollten bei auftauchendem Wild nicht unkontrolliert ausweichen, da dies zu schweren Kollisionen mit dem Gegenverkehr oder Bäumen am Straßenrand führen kann. Stattdessen appelliert die Polizei an erhöhte Aufmerksamkeit und gibt folgende Ratschläge:
Fahren Sie vorausschauend: Reduzieren Sie in waldreichen oder ländlichen Gebieten die Geschwindigkeit. Rechnen Sie immer mit weiteren Tieren.
Richtiges Verhalten bei Wild auf der Straße: Bremsen Sie kontrolliert ab, halten Sie das Lenkrad fest, schalten Sie das Fernlicht aus und hupen Sie.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% entspricht. 1.665 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330 Fälle, was 81,86% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen gab es 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








