Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Wienhausen: Brand bei Recyclingbetrieb in Eicklingen

In den frühen Morgenstunden des 27.01.2025 brach ein Brand bei einem plastikverarbeitenden Recyclingbetrieb aus. Rund 150 Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen.

Foto: Dominik Völz
Foto: Presseportal.de

Eicklingen (ost)

Früh am Morgen des 27.01.2025 brach gegen 05:15 Uhr ein Brand in einem plastikverarbeitenden Recyclingbetrieb im Ludwig-Erhard-Ring in Eicklingen aus. Bei Ankunft der Feuerwehrkräfte war ein deutlicher Feuerschein im Dachbereich einer Recyclinghalle zu sehen. Nach ersten Untersuchungen breitete sich das Feuer schnell im Innenraum der Halle und im Dach aus. Daraufhin wurden mehrere Alarmstufen erhöht, und um 05:50 Uhr wurde die höchste Alarmstufe „Brand 4“ ausgelöst.

Der Brand konzentrierte sich hauptsächlich auf den im Gebäude befindlichen Plastikmüll, der recycelt wird, auf mehrere Lagerbunker im Innenraum, Maschinen und den Dachbereich. Der Einsatz wurde durch Photovoltaikanlagen auf dem gesamten Dach und Druckluftbehälter im Gebäude erschwert. Aufgrund der Größe der Halle und der Komplexität der Situation wurde unter anderem die Drohne der Ortsfeuerwehr Bröckel zur Erkundung eingesetzt. Um ein Übergreifen des Brandes zu verhindern, wurde eine Riegelstellung zu einem angrenzenden Lagergebäude errichtet. Der Einsatz wurde in vier Abschnitte unterteilt.

Es wurden insgesamt zwei Drehleitern, eine Hubrettungsbühne, mehrere handgeführte Strahlrohre und ein Monitor eingesetzt. Die Löschwasserversorgung stellte aufgrund der hohen Brandlast und des massiven Einsatzes eine besondere Herausforderung dar und wurde über fünf Löschwasserentnahmestellen sichergestellt. Gegen 08:00 Uhr konnte das Feuer im Außenbereich so weit gelöscht werden, dass eine Erkundung des Innenraums möglich war. Ein Fachberater des THW beurteilte die Statik des Hallendachs und bestätigte, dass die Halle betreten werden konnte.

Im weiteren Verlauf wurden mehrere Atemschutztrupps im Innenangriff eingesetzt, um die Brandbekämpfung an den betroffenen Produktionsmaschinen durchzuführen. Die Suche nach Glutnestern in den Recyclinganlagen war aufgrund der starken Brandeinwirkung im Innenraum kraftaufwendig. Für die Nachlöscharbeiten mussten Maschinen und Förderleitungen im Innenraum gewaltsam geöffnet und mit Löschwasser geflutet werden.

Die Bewältigung des Löschwassers, das durch das Rückhaltesystem des Geländes aufgefangen wurde und aufgrund der Witterung zu gefrieren begann, stellte eine Herausforderung dar. Der zuständige Abwasserverband und eine Fachfirma zur Entsorgung des Wassers wurden zur Lagebeurteilung und Koordinierung weiterer Maßnahmen hinzugezogen. Aufgrund der Witterungsbedingungen wurde die Einsatzstelle und die Umgebung kontinuierlich von Schnee geräumt und gestreut.

Niemand wurde nach Angaben der Feuerwehr verletzt. Zur Brandursache und Schadenshöhe konnten keine Angaben gemacht werden.

An der Einsatzstelle waren rund 150 Feuerwehrkräfte der Ortsfeuerwehren Eicklingen, Langlingen, Bröckel, Sandlingen, Wienhausen, Offensen, Bockelskamp, Oppershausen; die Ortsfeuerwehr Wathlingen unterstützte mit einer Hubrettungsbühne und die Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache mit zwei Drehleitern und der Führungsgruppe Einsatzleitung. Die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Arbeiter-Samariter-Bund versorgten die Einsatzkräfte mit Getränken und Speisen. Die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Celle unterstützte den Einsatz mit Atemschutztechnik; insgesamt wurden 54 Atemschutzgeräte genutzt, was 27 Trupps entspricht. Der zuständige Energieversorger, der Rettungsdienst und die untere Wasserbehörde waren ebenfalls im Einsatz.

Nach mehr als 10 Stunden konnte der Einsatz um 15:22 Uhr für die letzten Einsatzkräfte beendet werden.

Text und Fotos: Dominik Völz, kom. Fachberater Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kreisfeuerwehr Celle

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24