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Wietmarschen/B213/A30: Grenzüberschreitende Kontrollaktion – PI Emsland/Grafschaft BentheimPD Osnabrück

67 Fahrzeuge und 92 Personen kontrolliert – Drogen, gefälschte Führerscheine und mehrere Verkehrsverstöße festgestellt

Gemeinsame Einsatzbesprechung aller Beteiligten!
Foto: Presseportal.de

Wietmarschen/B213/A30 (ost)

67 Autos und 92 Personen überprüft – Drogen, gefälschte Führerscheine und mehrere Verkehrsverstöße festgestellt

Am Dienstag, dem 29. September 2026, führten deutsche und niederländische Sicherheitsbehörden gemeinsam eine grenzüberschreitende Kontrollaktion durch. Auf deutscher Seite wurde dafür auf dem Parkplatz “Erdbrandsiedlung” an der B213 zwischen Nordhorn und Lohne im Wietmarschener Ortsteil Lohne eine feste Kontrollstelle eingerichtet.

Die Kontrollaktion wurde von der niederländischen Politie und Douane geleitet. Die Maßnahmen auf deutscher Seite wurden von der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim koordiniert. Beteiligt waren auch die Bundespolizei, das Grenzüberschreitende Polizeiteam Bad Bentheim, das Hauptzollamt Osnabrück und weitere deutsche und niederländische Einsatzkräfte.

Der Verkehr Richtung Lohne wurde über den Kontrollparkplatz geleitet. Insgesamt wurden 67 Fahrzeuge und 92 Personen überprüft.

Die Polizistinnen und Polizisten stellten mehrere Straftaten und Verkehrsverstöße fest. Ein polnischer Fahrer wurde beispielsweise unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln erwischt. Zur Beweissicherung wurde ihm eine Blutprobe entnommen und eine Sicherheitsleistung von 750 Euro erhoben.

Bei zwei anderen Kontrollen wurden vermutlich gefälschte Führerscheine entdeckt. Ein 25-jähriger ukrainischer Fahrer hatte einen komplett gefälschten litauischen Führerschein dabei. Ein anderer, 42 Jahre alter ukrainischer Fahrer zeigte einen komplett gefälschten ukrainischen Führerschein vor. Gegen beide Männer wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

Alkohol und Drogen – 100 Gramm Marihuana im Auto gefunden

Nach der Kontrolle eines 53-jährigen Autofahrers aus Nordhorn folgten umfangreiche Maßnahmen. Der Mann kam zweimal mit seinem Auto von der Fahrbahn ab und wurde daraufhin kontrolliert.

Die Beamten stellten Alkohol im Atem des Mannes fest. Ein Test ergab einen Wert von 1,04 Promille. Der 53-Jährige gab außerdem an, vorher Marihuana konsumiert zu haben. Zur Beweissicherung wurden zwei Blutproben entnommen.

Bei der Durchsuchung des Autos, bei der auch ein Diensthund eingesetzt wurde, fanden die Beamten in einem Rucksack auf dem Rücksitz etwa 100 Gramm Marihuana.

Viele Verfahren wurden eingeleitet

Im Verlauf der Kontrollaktion wurden unter anderem fünf Blutproben angeordnet und verschiedene Gegenstände sichergestellt oder beschlagnahmt. Es wurden insgesamt drei Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, ein Verfahren wegen Trunkenheit am Steuer, vier Verfahren wegen Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln sowie zwei Verfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet. Hinzu kamen ein Verfahren in Bezug auf die gefundenen 100 Gramm Marihuana und drei weitere Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Die gemeinsame Kontrollaktion zeigt die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Sicherheitsbehörden dies- und jenseits der deutsch-niederländischen Grenze. Durch das Zusammenwirken der spezialisierten Kräfte konnten innerhalb weniger Stunden zahlreiche Verstöße festgestellt und sofort verfolgt werden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle registriert, wovon 33.839 gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 30.300, wovon 26.376 männlich und 3.924 weiblich waren. Es gab auch 7.947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 29.653 zurück, wovon 25.755 männlich und 3.898 weiblich waren. Es gab auch 8.584 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24