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Wildeshausen: Polizei kontrolliert Tiertransporte

Hohe Beanstandungsquote bei Großkontrolle auf der Autobahn A1. Mehr als 100 Fahrzeugeinheiten überprüft, Beanstandungsquote von über 70 Prozent.

Foto: Depositphotos

Oldenburg/Wildeshausen (ost)

Am Donnerstag, dem 9. April 2026, führte die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Oldenburg eine umfangreiche Kontrolle auf der Autobahn A1 in der Nähe von Wildeshausen durch. Der Fokus lag dabei auf dem Transport von lebenden Tieren und Lebensmitteln. Diese länderübergreifende Überprüfung wurde von Angestellten mehrerer Veterinärämter aus den umliegenden Landkreisen sowie von zwei Tierärzten des LAVES (Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) begleitet. Insgesamt waren an der Kontrolle – einschließlich Mitarbeitern des Bundesamtes für Logistik und Mobilität – 55 Einsatzkräfte beteiligt.

Im Rahmen der Kooperation aller beteiligten Behörden konnten über 100 Fahrzeuge angehalten und überprüft werden. Mit Blick auf den Schwerpunkt des Transports von lebenden Tieren und Lebensmitteln ergab sich am Ende der Kontrollen eine Beanstandungsquote von über 70 Prozent.

Die meisten Verstöße wurden im Bereich der Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Es mussten jedoch auch vereinzelt strafrechtliche Maßnahmen ergriffen werden:

Eine 32-jährige Frau aus Schleswig war mit ihrer Mutter, die gleichzeitig Eigentümerin des geführten Gespanns war, mit einem Pferde-LKW und einem Wohnanhänger auf dem Weg zu einem Pferdeturnier. Obwohl die 32-jährige Fahrerin im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnisklasse war, durfte sie aufgrund fehlender Genehmigung nicht weiterfahren. Gegen sie und ihre Mutter als Halterin wurden strafrechtliche Maßnahmen wegen Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis und der damit verbundenen Anordnung bzw. Zulassung des Verstoßes eingeleitet.

Bei einem Rindertransport stellte die Polizei in Zusammenarbeit mit den örtlichen Tierärzten die unzureichende Höhe über dem Widerrist bei einem doppelstöckigen Kuhtransport fest, der auf dem Weg zu einem Schlachthof war. Bei mehreren Kühen war der Platz über dem Widerrist so knapp bemessen, dass ihre Rückenlinie die obere Grenze des Raumes berührte. Dadurch konnten sie sich nicht mehr angemessen bewegen. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

Bei zwei weiteren Transporten wurde jeweils ein Tier festgestellt, das nicht mehr transportfähig war. Eine Kuh litt an einer Verletzung, die ihre Bewegungsfreiheit einschränkte und möglicherweise Schmerzen verursachte. Ein Mastschwein auf einem Schweinetransport war so schwer verletzt, dass es nicht mehr aufstehen konnte. In beiden Fällen wurden entsprechende strafrechtliche Maßnahmen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. 1.665 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 173.330 Fälle, was 81,86% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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