Eine Bombe wurde im Marinearsenal gefunden. Evakuierung am Dienstagmorgen: 13.600 Menschen betroffen, Schulen und Kitas geschlossen, Notunterkünfte in Sporthallen.
Wilhelmshaven: Bombenfund im Marinearsenal

Wilhelmshaven (ost)
Während der Arbeiten im Marinearsenal wurde heute Nachmittag, am 31. August 2026, eine Bombe entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde sofort hinzugezogen und bestätigte, dass es sich um eine amerikanische 5-Zentner-Bombe handelt, die über zwei Zünder verfügt. Obwohl es sich nicht um Langzeitzünder handelt, besteht ein Restrisiko des Zündsystems. Um die Bombe schnell zu entschärfen, muss ein Radius von 1.000 Metern um die Bombe evakuiert werden. Die Evakuierung beginnt am Dienstag, den 1. September, um 8 Uhr. Bis 11 Uhr muss das Gebiet vollständig geräumt sein. Etwa 13.600 Menschen in der Südstadt, der Innenstadt und Heppens sind betroffen. Die Polizei wird mit zusätzlichen Einsatzkräften überprüfen, ob das Gebiet evakuiert wurde. Die Hauptzufahrtsstraßen in dem betroffenen Bereich werden ab 11 Uhr gesperrt. Sobald alles geräumt ist, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Entschärfung beginnen.
Personen, die nicht wissen, wohin sie gehen sollen, finden in den angrenzenden Sporthallen am Mühlenweg, an der Bremer Straße und am Gotthilf-Hagen-Platz Schutz. Die drei Sporthallen dienen ab 8 Uhr als Notunterkünfte.
Die Schulen in dem betroffenen Gebiet (Grundschule Rheinstraße und Schule an der Deichbrücke) sowie die Kindertagesstätten (Lüttje Oog, Arche Noah, Inselviertel, Christuskindergarten, Kinderspielhaus) bleiben am Dienstagvormittag geschlossen. Eltern müssen daher alternative Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder finden.
Der Krisenstab der Stadt kümmert sich um die betroffenen Alten- und Pflegeheime und gewährleistet, dass die Bewohner und Mitarbeiter im Bedarfsfall evakuiert werden. Die Rettungsdienste und die Stadtwerke-Verkehrsbetriebe unterstützen dabei. Der Linienverkehr wird am Dienstagmorgen ab 8 Uhr eingestellt. Die Schülerbeförderung findet jedoch wie gewohnt statt.
Drohnenflüge über dem Gebiet sind untersagt. Die Polizei und die Bundeswehr werden die erforderlichen Maßnahmen zur Durchsetzung des Verbots ergreifen.
Der Krisenstab der Stadt tagt und bereitet die bevorstehende Evakuierung in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden vor. Weitere Informationen werden ab Dienstagmorgen verfügbar sein. Die Stadt richtet ein Bürgertelefon unter der Nummer 04421 / 16 16 16 ein, das am Montagabend von 21 bis 23 Uhr und am Dienstagmorgen ab 6 Uhr erreichbar ist.
Quelle: Presseportal








