Am 30.05.2026 fand in Wilhelmshaven eine angemeldete Versammlung statt. Etwa 150 Personen nahmen teil. Am nächsten Tag wurde ein Stolperstein entwendet.
Wilhelmshaven: Gedenkveranstaltung verläuft friedlich

Wilhelmshaven (ost)
Am 30. Mai 2026 fand in der Innenstadt von Wilhelmshaven eine angemeldete mobile Versammlung unter dem Motto „Gedenkveranstaltung anlässlich der 2. Stolpersteinverlegung“ statt.
An der Veranstaltung nahmen bei schönem Wetter etwa 150 Personen teil. Nach einer kurzen Eröffnungskundgebung am Synagogenplatz setzte sich der friedliche Marsch entlang der genehmigten Route durch die Innenstadt in Bewegung. Dabei wurden mehrere bereits verlegte Stolpersteine besucht. An den entsprechenden Orten wurde in deutscher und englischer Sprache an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Die Veranstaltung endete am Nachmittag im Kurpark mit einer Schlusskundgebung sowie musikalischen Beiträgen von Schülerinnen und Schülern einer Schule in Wilhelmshaven. Der Verlauf der Versammlung verlief ohne Zwischenfälle.
Am 31. Mai 2026 wurde der Polizei gegen 13:09 Uhr gemeldet, dass an der Börsenstraße ein Stolperstein aus dem Gehweg entfernt worden war. Vor Ort bestätigte sich der Vorfall. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Stolperstein während der Gedenkveranstaltung am 30. Mai 2026 noch vorhanden.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen schweren Diebstahls eingeleitet.
Personen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Börsenstraße beobachtet haben oder sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei Wilhelmshaven unter der Telefonnummer 04421 942-0 in Verbindung zu setzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 258 auf 225 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 380 auf 315, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt







