Polizei und Ordnungsamt setzen Kontrollen zur Schulwegsicherheit fort. Handlungsbedarf bei Sicherung von Kindern festgestellt.
Wilhelmshaven: Schulwegkontrollen fortgesetzt

Wilhelmshaven (ost)
Am Dienstag, dem 18.08.2026, wurden die Kontrollen zur Sicherheit auf dem Schulweg im Stadtgebiet von Wilhelmshaven von der Polizei und dem Ordnungsamt fortgesetzt. Auch am zweiten Kontrolltag wurde festgestellt, dass es weiterhin Handlungsbedarf bei der Sicherung von Kindern gibt. Während der Kontrollen wurden drei Kinder entdeckt, die während der Fahrt überhaupt nicht gesichert waren. Neun weitere Kinder waren nicht ordnungsgemäß gesichert, da beispielsweise der erforderliche Kindersitz fehlte oder kein Sicherheitsgurt angelegt war. Darüber hinaus waren zwei Erwachsene nicht angeschnallt. Es gab auch acht Verstöße gegen Halte- und Parkregelungen im Schulbereich. Neben der Bestrafung der festgestellten Verstöße führten die Einsatzkräfte erneut verkehrserzieherische Gespräche. Ziel ist es nicht nur, Fehlverhalten zu ahnden, sondern Eltern und andere Verkehrsteilnehmer für die besonderen Gefahren im Schulbereich zu sensibilisieren.
E-Scooter-Fahrer flüchten vor Kontrolle – Kind verletzt Während der Kontrollen wurde auch eine Gruppe von drei Jugendlichen bemerkt, die jeweils mit einem E-Scooter unterwegs waren. Als sie kontrolliert werden sollten, drehten die Jugendlichen um und flüchteten. Bei der Flucht kam es zu einer gefährlichen Situation: Einer der E-Scooter-Fahrer fuhr so nah an einem entgegenkommenden Kind auf einem Fahrrad vorbei, dass das Kind stark bremsen musste und sich dabei verletzte. Die drei Jugendlichen setzten ihre Fahrt zunächst fort. Durch die folgenden polizeilichen Untersuchungen konnten die Verdächtigen jedoch identifiziert und gestellt werden. Bei der weiteren Überprüfung ergaben sich zudem Hinweise darauf, dass einer der genutzten E-Scooter eine Geschwindigkeit von mehr als 38 km/h erreichen konnte. Die Polizei leitete unter anderem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort, der fahrlässigen Körperverletzung sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Sicherheit der Kinder beginnt mit dem eigenen Verhalten Die Ergebnisse der bisherigen Kontrollen verdeutlichen erneut, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme und die Einhaltung der Verkehrsregeln gerade im Umfeld von Grundschulen sind. Insbesondere die wiederholt festgestellte fehlende oder mangelhafte Sicherung von Kindern ist vermeidbar.
Auch auf kurzen Strecken gilt: Kinder müssen bei jeder Fahrt ordnungsgemäß gesichert werden. Gleichzeitig sollten Eltern nach Möglichkeit darauf verzichten, unmittelbar bis vor den Schuleingang zu fahren. Weniger Fahrzeuge vor den Schulen bedeuten bessere Sichtverhältnisse und mehr Sicherheit für diejenigen Kinder, die ihren Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Polizei und das Ordnungsamt werden die Kontrollen zur Sicherheit auf dem Schulweg fortsetzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtzahl aus, was 4.271 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 0,79% der Unfälle aus, was 1.665 Unfällen entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 81,86% der Gesamtzahl, was 173.330 Unfällen entspricht. In der Ortslage innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








