18-jähriger verursacht Unfall beim Driften, gefährdet sich und andere, Polizei warnt vor unberechenbaren Gefahren
Wolfsburg: Verkehrsunfall beim Driften in einem Parkhaus

Wolfsburg (ost)
Wolfsburg, Berliner Ring
13.09.2026, 01.03 Uhr
In der Nacht zu Sonntag verursachte ein 18-jähriger Pkw-Fahrer in einem Parkhaus am Berliner Ring einen Verkehrsunfall, als er beim Driften die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegen einen Pfeiler stieß. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.
Ein Zeuge verständigte gegen 01.00 Uhr die Polizei und meldete einen Verkehrsunfall im Parkhaus VW Tor Ost. Als die Beamten vor Ort eintrafen, stellten sie einen erheblich beschädigten Pkw fest. Der Fahrer befand sich nicht im Fahrzeug. Stattdessen hielten sich mehrere Personen in der Nähe des verunfallten Fahrzeugs auf.
Im Rahmen der Unfallaufnahme konnten die Beamten den 18-jährigen als mutmaßlichen Fahrzeugführer ermitteln. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatte dieser zuvor die Kennzeichen von dem Pkw entfernt, den Unfallort verlassen und sich anschließend unter die anwesenden Schaulustigen gemischt.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der 18-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Zudem ergaben sich Hinweise auf den Konsum von Alkohol und Betäubungsmitteln. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,17 Promille. Daraufhin wurden zwei Blutproben angeordnet und im Klinikum entnommen.
Weitere Ermittlungen ergaben, dass das zuvor an dem Pkw angebrachte Kennzeichen nicht für das Fahrzeug ausgegeben war.
Gegen den 18-Jährigen wurden Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Verstoß gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz i.V.m. der Abgabenordnung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Hausfriedensbruch eingeleitet.
“Driften ist kein harmloser Fahrspaß, sondern der Fahrer geht ein hohes Risiko ein, die Kontrolle über sein Fahrzeug zu verlieren. Damit gefährdet er andere Personen, Mitfahrer und sich selbst”, erklärt Henrik von Wahl, Sachbearbeiter Einsatz und Verkehr. “Dieser Fall zeigt eindrücklich, wie schnell aus einem riskanten Fahrmanöver eine erhebliche Gefahr werden kann. Dass bei diesem Unfall niemand verletzt wurde, ist letztlich ein glücklicher Umstand”, erläutert der Polizeihauptkommissar weiter. “Die Polizei wird die Thematik weiterhin im Rahmen der Verkehrsüberwachung berücksichtigen und festgestellte Verstöße konsequent ahnden”, führt Henrik von Wahl weiter aus.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 4.271, was 2,02% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 0,79% aus, insgesamt 1.665 Unfälle. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 173.330 Fällen, was 81,86% entspricht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








