Ein 15-jähriger Tatverdächtiger wurde nach einem Raub in Köln-Neubrück festgenommen. Die Ermittler prüfen weitere Taten des Jugendlichen.
15-Jähriger festgenommen nach Raub in Köln-Neubrück

Köln (ost)
Nach einem Raubüberfall in der Nacht von Montag auf Dienstag (17. März) wurde ein 15-jähriger Verdächtiger in Köln-Neubrück von der Kriminalpolizei festgenommen. Ein wichtiger Hinweis führte die Ermittler auf die Spur des Jugendlichen.
Ersten Informationen zufolge sprach der 15-Jährige gegen 0.30 Uhr eine 19-jährige Kölnerin am Straßburger Platz an und bat sie unter einem Vorwand, Geld zu wechseln. Als die Frau ihre Geldbörse herausnahm, entriss der Verdächtige sie plötzlich und flüchtete in Richtung Ernst-Reuter-Straße. Zuerst verfolgte die Geschädigte ihn. Der Angreifer stoppte jedoch plötzlich und bedrohte die junge Kölnerin mit einem Messer. Daraufhin brach die 19-Jährige die Verfolgung ab.
Am Dienstagabend wurde der Jugendliche an seiner Wohnadresse von Einsatzkräften festgenommen. In der Wohnung seiner Eltern stellten die Beamten mehrere Handys und Kleidungsstücke als potenzielle Beweismittel sicher. Auch die gestohlene Geldbörse befand sich im Besitz des 15-Jährigen.
Die Ermittlungen dauern an. Die Kriminalpolizei prüft derzeit, ob der 15-Jährige für ähnliche Straftaten in Frage kommt – darunter auch ein Überfall auf eine ältere Dame am vergangenen Wochenende. (cw/al)
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/6236440
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle von Raubüberfällen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 im Jahr 2022 auf 9103 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 7238 Männer und 835 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 8213 Männer und 890 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 im Jahr 2022 auf 4163 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, wobei 357 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 518 Verdächtige, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 470, wobei 443 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 671, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten Mordfällen im Jahr 2023 – 470 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen ebenfalls eine erhöhte Anzahl an Mordfällen verzeichnete.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








