Zwei Männer nach mutmaßlicher bewaffneter Drogeneinfuhr in Herzogenrath vorläufig festgenommen. Beim Durchsuchen des Fahrzeugs wurden zudem drei Messer sichergestellt.
Aachen: 120 Gramm Kokain im Genitalbereich

Aachen (ost)
Beamte des Zolls in Aachen haben zu Beginn des Septembers in Herzogenrath zwei deutsche Staatsbürger vorläufig festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, eine nicht unerhebliche Menge Betäubungsmittel bewaffnet eingeführt zu haben.
Die Beamten wurden auf die Männer aufmerksam, nachdem sie die Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland mit ihrem Fahrzeug überquert hatten. Bei der folgenden Kontrolle behaupteten die beiden Insassen, keine Drogen, Waffen oder große Mengen Bargeld bei sich zu haben. Die zusätzlichen Angaben der Männer erschienen den Zollbeamten jedoch verdächtig.
Vor der eigentlichen Leibesvisitation entdeckte ein Beamter bei dem Beifahrer des Wagens ein Arbeitsmesser mit ausgefahrener Klinge. Bei der Durchsuchung fühlte der Beamte im Genitalbereich des Mannes einen harten Gegenstand. Es handelte sich um zwei typische Vakuumverpackungen mit insgesamt 120 Gramm Kokain.
Auch im Fahrzeug wurden die Beamten fündig: Im Handschuhfach befand sich ein Einhandmesser; im Kofferraum transportierten die Verdächtigen zudem ein Bowie-Messer.
Der Zoll nahm den 25-jährigen Beifahrer sowie den 69-jährigen Fahrer des Wagens vorläufig fest. Gegen beide leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der bewaffneten Einfuhr einer nicht geringen Menge Betäubungsmittel ein.
Das Kokain sowie insgesamt drei Messer wurden beschlagnahmt. Nach den Festnahmen durchsuchten Zollbeamte die Wohnungen der beiden Verdächtigen. Die weiteren Ermittlungen werden vom Zollfahndungsamt Essen durchgeführt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367, während es 2023 57879 waren. Unter den Verdächtigen waren 2022 49610 Männer und 6757 Frauen, im Jahr 2023 waren es 51099 Männer und 6780 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Trotz des Anstiegs der Drogenfälle in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten registrierten Fällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








