Mann mit falscher Identität festgenommen, Strafvollstreckungsbefehl aus Hamburg, Ersatzfreiheitsstrafe droht.
Aachen: Doppelleben am Euskirchener Bahnhof

Aachen,Euskirchen (ost)
Eine gemeinsame Überprüfung durch die Bundespolizei Aachen und den Bezirksdienst Euskirchen führte zur Festnahme eines Mannes, der unter einer falschen Identität in Deutschland lebte.
Beamte der Bundespolizei (EEE) und des Bezirksdienstes Euskirchen kontrollierten am 26.03.2026 um 11:30 Uhr einen 39-jährigen lettischen Staatsbürger im Bereich des Euskirchener Bahnhofs. Zu Beginn identifizierte sich der Mann mit einem rumänischen Ausweis. Bei der Überprüfung wurden Anzeichen von Fälschung festgestellt, was den Verdacht der Urkundenfälschung aufkommen ließ. Bei der Durchsuchung des Mannes wurden weitere Dokumente gefunden, darunter ein gefälschter rumänischer Führerschein, eine Bankkarte und eine Krankenversicherungskarte. Die weiteren Dokumente wiesen ebenfalls auf eine falsche Identität hin. Nach dem Abgleich der Fingerabdrücke wurde die tatsächliche Identität des Mannes festgestellt. Weitere Untersuchungen ergaben, dass ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen sexueller Belästigung gegen den Mann vorlag. Da er die Geldstrafe von 395,- Euro nicht zahlen konnte, wurde der Haftbefehl vollstreckt. Der Mann muss nun 79 Tage im Gefängnis verbringen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er dem Bezirksdienst Euskirchen übergeben und in die Justizvollzugsanstalt Rheinbach gebracht. Außerdem gab es zwei Aufenthaltsermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen den Mann, unter anderem wegen Diebstahls, Einbruchdiebstahls und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Weitere Ermittlungen ergaben, dass sich der Mann illegal in Deutschland aufhielt. Die zuständigen Ausländerbehörden wurden informiert und weitere Maßnahmen werden geprüft. Diese Kontrolle zeigt, dass auch komplexe Identitätsbetrügereien im Rahmen gezielter Maßnahmen konsequent aufgedeckt werden.
Quelle: Presseportal








