Am vergangenen Freitag fand ein gemeinsamer Kontrolleinsatz zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität statt.
Aachen/Düren/Euskirchen/Heinsberg/Euregio Maas Rhein: Grenzüberschreitender Kontrolleinsatz deckt zahlreiche Verstöße auf

Aachen/Düren/Euskirchen/Heinsberg/Euregio Maas Rhein (ost)
Am Freitag, dem 9. Oktober 2026, fand im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Niederländisch-Belgisch-Deutschen Arbeitsgemeinschaft der Polizei (NeBeDeAgPol) eine gemeinsame Kontrolle in der StädteRegion Aachen sowie in den Kreisen Heinsberg, Euskirchen und Düren statt. Im Fokus stand die Steigerung der Verkehrssicherheit, die Überwachung des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs sowie die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.
Neben dem Polizeipräsidium Aachen, dem Polizeipräsidium Köln, dem Polizeipräsidium Trier und den zuständigen Kreispolizeibehörden waren unter anderem auch das Hauptzollamt Aachen und die Bundespolizei an dem Einsatz beteiligt. Auf der niederländischen Seite waren Beamte der Politie Limburg und der Koninklijke Marechaussee im Einsatz. In Belgien wurden die Kontrollen von Polizeikräften der Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel sowie der Föderalen Polizei Eupen durchgeführt. Diese Kräfte wurden auch von der Autobahnpolizei Lüttich und dem Zollamt Eupen unterstützt.
Das Ziel der Kontrollen war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere die Hauptursachen für Unfälle effektiv zu bekämpfen. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer, insbesondere hinsichtlich Alkohol- und Drogenkonsum. Zudem stand die Einhaltung der Vorschriften im gewerblichen Personen- und Güterverkehr sowie die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität im Mittelpunkt des Einsatzes.
In der örtlichen Zuständigkeit der Polizei Aachen fanden Kontrollen an den Grenzübergängen an der Eupener und der Lütticher Straße statt.
Insgesamt wurden 1.075 Fahrzeuge und 2.326 Personen kontrolliert. Dabei wurden 25 Fahrzeugführer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss festgestellt. In 21 Fällen wurden Blutproben entnommen. Fünf Personen waren ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Zudem wurden 270 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 159 km/h bei erlaubten 100 km/h. Darüber hinaus wurden 173 weitere Ordnungswidrigkeiten registriert.
Neben Verkehrsverstößen wurden elf Verstöße im Zusammenhang mit Drogen und sechs Verstöße gegen das Ausländerrecht festgestellt. Darüber hinaus wurden acht Anzeigen wegen Urkundenfälschung erstattet. Zudem wurden zwei Haftbefehle vollstreckt.
Bei weiteren Maßnahmen stellten die Einsatzkräfte Waffen und Drogen sicher. Darunter befanden sich zwei Messer und eine Softair-Pistole.
Die Einsatzkräfte wurden von der Europäischen Arbeitsbehörde “European Labour Authority” (ELA) unterstützt. Die ELA überwacht grenzüberschreitend die Einhaltung von Arbeits- und Sozialrechten von LKW- und Busfahrern. Dabei wurden unter anderem die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie die Vorschriften zur Ladungssicherung kontrolliert. Insgesamt wurden 20 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten sowie elf Verstöße gegen die Ladungssicherung festgestellt.
Die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten dient insbesondere dazu, LKW- und Busfahrer vor Übermüdung zu schützen und das Unfallrisiko zu verringern. Ausreichende Ruhezeiten sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit und schützen gleichzeitig alle Verkehrsteilnehmer.
Die Planung und Durchführung gemeinsamer Einsätze gehört zu den Kernaufgaben der NeBeDeAgPol. Der Kontrolleinsatz ist ein Beispiel für diese Zusammenarbeit. Auch in Zukunft sind weitere gemeinsame Schwerpunktkontrollen geplant, um die Sicherheit in der Euregio Maas-Rhein nachhaltig zu stärken. (KPB Euskirchen)
Die Fotos können im Rahmen der Berichterstattung frei genutzt werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Statistiken über Drogenraten in Nordrhein-Westfalen zeigen einen Anstieg zwischen 2022 und 2023. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität verzeichnet, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 63352 auf 65532 stieg, stieg auch die Anzahl der Verdächtigen von 56367 auf 57879. Von den Verdächtigen waren 49610 männlich, 6757 weiblich und 16655 nicht-deutsch. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland war Nordrhein-Westfalen 2023 die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








