Fahrradfahrer erleidet schwere Verletzungen. Ein Lieferwagen öffnete die Tür, kollidierte mit dem Radfahrer, der schwer verletzt wurde.
Aachen: Unfall im Frankenberger Viertel
Aachen (ost)
Bei einem Unfall auf der Oppenhoffallee ist am Mittwochmittag (02.04.25) ein Fahrradfahrer schwer verletzt worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann gegen 12:35 Uhr in Richtung Zollernstraße auf dem Fahrradschutzstreifen unterwegs, als der Fahrer eines geparkten Lieferwagens von innen die Fahrertüre öffnete. Der 50-jährige Fahrradfahrer aus Aachen kollidierte mit der Tür und stürzte. Dabei verletzte er sich schwer. Lebensgefahr konnte erst später ausgeschlossen werden. Er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der 54-jährige Fahrer des Lieferwagens aus Aachen blieb körperlich unverletzt.
Der Unfallbereich war mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt.
In diesem Zusammenhang weist die Polizei Aachen noch einmal auf die Gefahr des sogenannten „Dooring“ hin. Ein „Dooring“-Unfall ist ein Unfall, bei dem ein Radfahrer/ eine Radfahrerin von einer geöffneten Tür eines Fahrzeugs erfasst wird. Für mehr Sicherheit gibt es eine einfache, aber sehr effektive Möglichkeit, einen solchen Unfall zu verhindern: den sogenannten „Holländischen Griff“, d.h. beim Aussteigen auf der Fahrerseite öffnet man mit der rechten Hand die Tür, so dass man gewissermaßen „gezwungen“ wird, nach hinten zu schauen und so mögliche Radfahrer rechtzeitig zu erkennen.
Grundsätzlich gilt: Öffnen Sie stets langsam die Tür des Fahrzeugs und behalten Sie den Verkehr – nicht nur über den Außenspiegel – beim Aussteigen im Blick.
Passend zu diesem Thema finden Sie auch ein Video im Story-Bereich unseres Instagram-Profils (polizei.nrw.ac), in dem der „Holländische Griff“ erklärt wird. (sk)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus (2,13%). Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert (0,59%). Die meisten Unfälle, nämlich 556.792 (87,36%), waren Übrige Sachschadensunfälle. Insgesamt gab es 45o Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte. In Bezug auf die Ortslage ereigneten sich 55.296 Unfälle innerorts (8,68%), 17.437 außerorts (2,74%) und 6.889 auf Autobahnen (1,08%).
2023 | |
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Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
Ortslage – innerorts | 55.296 |
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
Getötete | 450 |
Schwerverletzte | 11.172 |
Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)