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Aachen: Zoll prüft Sicherheitsdienste und Gastronomiebetriebe

Beschäftigte mit Vorstrafen bei Reit-Weltmeisterschaft überprüft. Verstöße gegen Mindestlohn und Sozialleistungen festgestellt.

Symbolbild / Quelle: Zoll
Foto: Presseportal.de

Aachen (ost)

Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Aachen überprüften am 13., 21. und 23. August 2026 die Arbeitsverhältnisse von Sicherheitsdienstleistern und Gastronomen, die während der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen tätig waren. Das Ziel der Maßnahmen war es, verstärkt gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vorzugehen.

Mit insgesamt 25 Zollbeamten, unterstützt durch sechs Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Aachen, wurden an drei Tagen umfassende Kontrollen durchgeführt. Im Fokus stand die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns und die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten sowie der unrechtmäßige Bezug von Sozialleistungen. Insgesamt wurden im Rahmen der Maßnahmen 285 Mitarbeiter von 47 Unternehmen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt.

Die erste Auswertung der Daten ergab den Verdacht, dass Arbeitgeber in 25 Fällen keine oder unvollständige Sozialversicherungsbeiträge an die zuständigen Stellen, wie z.B. Krankenkassen, abgeführt haben. In 63 Fällen gibt es Hinweise darauf, dass Arbeitnehmer unrechtmäßig Sozialleistungen beziehen.

In weiteren 36 Fällen wurden verschiedene Verstöße festgestellt, unter anderem im Zusammenhang mit dem Bewacher- und dem Gewerberegister.

In sechs Fällen stellten die Einsatzkräfte auch Verstöße gegen die im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz festgelegte Mitführungs- und Vorlagepflicht von Ausweisdokumenten fest.

Während der Kontrollmaßnahmen trafen die Beamten auf den Parkplätzen des Reitsportgeländes viele Mitarbeiter von Wach- und Sicherheitsunternehmen, die erheblich vorbestraft waren.

Bei der Auswertung der durchgeführten Personenbefragungen und der Prüfung der Geschäftsunterlagen stellte der Aachener Zoll zudem teilweise komplexe Subunternehmerstrukturen mit bis zu fünf aufeinanderfolgenden Auftragsebenen fest.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

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