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Ahaus: Betrug beim Online-Verkauf lockt Opfer an, Betrüger nutzen gefälschte Links und Mails für finanzielle Schäden im fünfstelligen Bereich.

Eine Frau aus Ahaus verlor eine dreistellige Summe, nachdem sie auf einen gefälschten Link klickte und Betrügern ihre Daten gab.

Foto: unsplash

Kreis Borken (ost)

Der Hyperlink versprach Sicherheit – am Ende verlor eine Frau aus Ahaus jedoch eine Summe in Höhe von dreistellig: Betrüger hatten sie mit einem Trick getäuscht, dem in den vergangenen Tagen mehrere Personen im Kreis Borken zum Opfer gefallen sind.

Wie die Täter vorgehen, zeigt der aktuelle Vorfall aus Ahaus beispielhaft. Die Geschädigte plante, einen Gegenstand über eine bekannte Online-Plattform zu veräußern. Ein potenzieller Käufer meldete sich – und erklärte, das Geld über den sicheren Weg senden zu wollen, den die Plattform bietet. Bequemerweise schickte er der Verkäuferin einen Hyperlink, um sich anzumelden. Der Klick darauf führte jedoch offensichtlich zu einer täuschend echt aussehenden Seite, die die Betrüger selbst erstellt hatten. Die Verkäuferin gab dort ihre Daten ein, um sich einzuloggen. Aber das Geld des vermeintlichen Käufers kam nie an. Stattdessen griffen die Täter auf ihr Konto zu und buchten Geld ab.

Ganz typisch für diese Vorgehensweise ist auch: Zuerst behaupten die Betrüger, über den Zahlungsdienst PayPal abwickeln zu wollen. Kurz darauf nehmen sie erneut Kontakt auf – und behaupten, dass dies nicht möglich sei. Stattdessen bitten sie die Verkäufer, ihr E-Mail-Postfach zu überprüfen: Dort ist mittlerweile eine täuschend echt aussehende E-Mail eingegangen. Sie scheint jedoch nicht von der Verkaufsplattform zu stammen, sondern von den Kriminellen. Die Geschädigten landen in ihrem Netz, wenn sie dem enthaltenen Link folgen.

Nach Erkenntnissen der zuständigen Ermittler der Kriminalpolizei in Borken häufen sich die Fälle, in denen die Geschädigten solche Verifizierungsvorgänge durchlaufen. Dabei eröffnen sie unwissentlich bei Onlinebanken oder Kryptoplattformen Konten auf ihren Namen, über die letztendlich die Täter verfügen. Allein bei den jüngsten Vorfällen im Kreis Borken entstand ein finanzieller Schaden im fünfstelligen Bereich.

Die Polizei appelliert daher ausdrücklich, nicht auf die beschriebenen E-Mails zu antworten. Wer die entsprechende Sicherheitsfunktion einer Verkaufsplattform nutzen möchte, sollte sich direkt dort einloggen und nicht über einen zugesandten Link. (to)

Quelle: Presseportal

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