Die Polizei im Kreis Borken verzeichnete mehrere Fälle von Alkohol- und Drogenkonsum am Steuer. Rettungskräfte mussten eingreifen und Strafverfahren wurden eingeleitet.
Ahaus: Polizei zieht Wochenbilanz zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Kreis Borken (ost)
Die Polizei im Kreis Borken wurde auch in der letzten Woche mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr konfrontiert. Eine 15-jährige E-Scooterfahrerin wurde mit etwa 1,9 Promille erwischt. Beim Versuch, dem Gegenverkehr auszuweichen, verlor sie die Kontrolle und stürzte mit ihrer ebenfalls betrunkenen 14-jährigen Beifahrerin in eine Hecke. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht und nach der ambulanten Behandlung entlassen. Der Fahrerin wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Die Beamten leiteten ein entsprechendes Strafverfahren ein.
Insgesamt wurden sechs Verkehrsteilnehmer erwischt, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen am Straßenverkehr teilnahmen. In allen Fällen wurde eine Blutprobe entnommen. Die Polizei leitete entsprechende Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Im Nordkreis wurden jeweils ein Verkehrsteilnehmer in Gronau und in Ahaus erwischt, der unter Alkoholeinfluss fuhr. In Ahaus, Stadtlohn und Vreden wurde jeweils ein Autofahrer unter Drogeneinfluss erwischt.
Zusätzlich wurde in Borken ein alkoholisierter Fahrzeugführer von Einsatzkräften angetroffen.
Die Polizei appelliert erneut eindringlich: Finger weg von Alkohol und Drogen! Wer berauscht am Steuer sitzt, gefährdet sich und andere – egal, ob man mit dem Auto, dem Pedelec, dem Fahrrad oder einem E-Scooter unterwegs ist. Schon geringe Mengen können die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen und zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen. Es drohen empfindliche Strafen oder der Entzug der Fahrerlaubnis. Oft ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich. (sb)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 63.352 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 56.367, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 57.879, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen die höchste Anzahl von Drogenfällen im Jahr 2023 mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








