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Altena: Telefonbetrug und Phishing

Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich als Handy-Provider-Mitarbeiter ausgeben und vor Phishing-Attacken, bei denen Krypto-Vermögen gestohlen wird.

Foto: Depositphotos

Altena / Nachrodt-Wiblingwerde (ost)

Altena

Unbekannte haben am Dienstag zwischen 10 und 15 Uhr alte Kupferleitungen und -rohre aus einem Garten an der Ihmerter Straße gestohlen. Die Polizei bittet um Hinweise auf die Täter unter Tel. 9199-0. Am Telefon kann sich jeder für alles und jeden ausgeben. Das musste eine 50-jährige Altenaerin am Wochenende erfahren. Am Abend meldete sich ein Unbekannter über eine Handy-Rufnummer bei und gab sich als Mitarbeiter ihres Handy-Providers aus. Er behauptete, dass ein Brief nicht zugestellt werden konnte. Die Adresse der Frau konnte oder wollte er nicht sagen, zuvor werde er ihr eine SMS schicken und sie müsse ihm dann die enthaltene Nummer geben. Danach konnte er ihr ihre Adresse sagen. Der Anrufer bedankte sich und das Gespräch endete. Eine halbe Stunde später erhielt sie weitere SMS mit der Mitteilung über diverse, angeblich von ihr abgeschlossenen Handy-Verträge. Die Altenaerin meldete sich bei ihrem Mobilfunkanbieter und erfuhr, dass die Telefonnummer des Anrufers nicht zu einem Hotline-Mitarbeiter gehört. Einen Tag später folgten weitere Vertrags- und Abbuchungsmitteilungen. Die per SMS übersandten Nummern dienten einem unbekannten Betrüger offenbar dazu, sich auf dem Konto der Frau einzuloggen. Die Polizei warnt: Glauben Sie nicht, was Ihnen irgendjemand am Telefon erzählt! Geben Sie keine Daten am Telefon preis! (cris)

Nachrodt

Auch Betrüger setzten auf Bitcoin: Am Wochenende haben sie zwei Nachrodter um ihr Krypo-Vermögen gebracht. Vor einigen Tagen landeten mehrere E-Mails bei den Nachrodtern, dann kamen Anrufe angeblicher Banker. Ein angeblicher Schweizer Banker schickte ihnen eine Internet-Adresse, auf der sich die Nachrodter mit ihren Bitcoin-Wallet-Zugangsdaten einloggen sollten. An dieser Stelle schnappte die Phishing-Falle zu. Kurz darauf waren die Bitcoins, Ethereum und Litecoins weg. Das Wort “Phishing” ist ein Kunstwort, eine Zusammensetzung aus “Fishing” für Fischen oder Angeln und P für Passwort. Betrüger “angeln” nach Zugangsdaten. Auf verschiedene Art bringen die Täter ihre Opfer dazu, sich mit ihren Zugangsdaten auf Fake-Seiten einzuloggen. Die Seiten sind oft täuschend echt den Originalen nachgebaut. Am meisten gefragt sind Zugangsdaten zum Online-Banking. Die Opfer denken, sie würden sich auf der Webseite ihrer Bank einloggen, doch in Wirklichkeit landen die Daten auf den Computern der Betrüger. Die loggen sich mit den “geangelten” Daten umgehend auf den richtigen Bankseiten ein und buchen Gelder ab. Nach demselben Prinzip funktioniert es mit Zugangsdaten zu Online-Verkaufsplattformen oder eben Krypto-Wallets (“Geldbörsen”). Die Betrüger treten auf verschiedene Arten an ihre Opfer heran: Sie rufen als angebliche Banker an, wie im Fall der Nachrodter, verschicken Links per WhatsApp oder E-Mail oder sie überkleben QR-Codes, beispielsweise an Parkscheinautomaten oder E-Ladesäulen. Am Telefon sollten grundsätzlich keine sensiblen Daten genannt werden. Am Telefon kann sich jeder für alles und jeden ausgeben. Banken fragen am Telefon nie nach PIN oder TAN. Bei übersandten Links besteht eine hohe Gefahr, auf falschen Seiten zu landen. QR-Codes sollte man mit großer Vorsicht folgen und sich die angesteuerte Adresse sehr genau anschauen. Oft sind nur einzelne Buchstaben vertauscht oder variieren, was beim flüchtigen Blick nicht auffällt. (cris)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2072 im Jahr 2022 und 2159 im Jahr 2023 nahezu konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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