Eine 77-jährige Altenaerin wurde beim Einkaufen beklaut. Die Polizei warnt vor Diebstählen in Discountern und gibt Tipps zur Vorbeugung.
Altena: Vorsicht vor Taschendieben

Altena (ost)
Eine 77-jährige Frau aus Altena wurde am Samstagmorgen beim Einkaufen bestohlen. Kurz vor 10 Uhr betrat sie den Discounter in der Bahnhofstraße und legte ihren Rucksack mit der Geldbörse in den Einkaufswagen. An der Kasse stellte sie fest, dass ihre Geldbörse verschwunden war. Auch eine Suche zu Hause brachte keine Ergebnisse, daher geht die Frau von Diebstahl aus. Am Nachmittag erstattete sie bei der Polizei Anzeige.
Die Polizei warnt regelmäßig vor Taschendieben, die vor allem in den örtlichen Discountern nach ihren meist älteren Opfern Ausschau halten. Im Märkischen Kreis finden fast täglich mehrere solcher Diebstähle statt. Deshalb sollten Wertsachen an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten, eng am Körper getragen werden. Der Einkaufswagen ist der ungeeignetste Ort zur Aufbewahrung. Doch geschickte Diebe greifen auch in Außentaschen von Jacken oder Gesäßtaschen zu. Die PIN der Bankkarte(n) sollte keinesfalls im Portemonnaie aufbewahrt werden. Die Diebe gehen dann zum nächsten Geldautomaten, bevor die Opfer überhaupt bemerken, dass sie bestohlen wurden. Im Falle eines Diebstahls sollten Betroffene sofort ihre Bank- oder Kreditkarten sperren lassen und Anzeige erstatten. Die Polizei veranlasst eine zusätzliche KUNO-Sperrung, um den Missbrauch verlorener Bankkarten im Einzelhandel zu verhindern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Trotz einer Zunahme der registrierten Fälle konnten mehr Fälle im Jahr 2023 aufgeklärt werden, nämlich 2.725 im Vergleich zu 1.980 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen blieb jedoch mit 1.897 im Jahr 2023 ähnlich wie im Vorjahr, wobei der Großteil der Verdächtigen männlich war. Im Vergleich dazu hatte die Region in Deutschland mit den meisten gemeldeten Taschendiebstählen im Jahr 2023 insgesamt 39.519 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








