Die Kreispolizeibehörde informierte hunderte junge Menschen zum sicheren Autofahren in der Stadthalle. Schüler erlebten realitätsnahe Schilderungen von Unfällen und deren Folgen. Ersthelfende müssen schwere Entscheidungen treffen.
Attendorn: Crashkurs in Olpe 2026

Kreis Olpe (ost)
Keine leichte Kost: Die Kreispolizeibehörde Olpe informierte in ihrem Crashkurs erneut hunderte junge Menschen zum Thema sicheres Autofahren. Am 11. März fand die Veranstaltung in der Stadthalle in Olpe statt. Zuvor waren Schülerinnen und Schüler diverser Schulen bei der Reihe in Lennestadt sowie in Attendorn dabei. Jeder Unfall ist einer zu viel. Bei der Veranstaltung „Crash Kurs NRW“ folgen Schülerinnen und Schüler Schilderungen selbsterlebter Geschehnisse und ihren Folgen von Polizei, Feuerwehr, Notärzten, Seelsorgern und Betroffenen. Ersthelfende, die in diesen Fällen vor Ort sind haben oft schwere Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört unter anderem, wen sie zuerst retten oder wer möglicherweise die größte Überlebenschance hat.
Erstmals wurde in diesem Jahr die Veranstaltung von zwei neuen Moderatoren seitens der Kreispolizeibehörde Olpe begleitet und neu aufgelegt. Meike Neuhaus und Julian Willmes haben der Veranstaltung mit neuem Material und in einem interaktiveren Format zum Teil umgestaltet. Sie standen nun in Olpe zum zweiten Mal als Team auf der Bühne. „Es ist eine Herausforderung das Format nicht zu hart, aber auch nicht zu wenig ernst für die Jugendlichen zu veranstalten“, weiß Neuhaus. „Vor allem fragt man sich, wie man sie mit dem Thema abholen kann“, machte sich auch Willmes zuvor Gedanken. Die Sorge erwies sich für den Polizeihauptkommissar allerdings als unbegründet: „Als sich bei unserem Fallbeispiel alle Köpfe gleichzeitig mitdrehten, wusste ich: Alle sind dabei. Sie wollen das hören, was wir ihnen erzählen“, resümiert er. In ihren Beiträgen machten die Protagonisten deutlich, wie lebenswichtig es ist, richtige Entscheidungen bei der Teilnahme im Straßenverkehr zu treffen. Dazu gehört: Auf Alkohol oder Rauschmittel verzichten. Als Beifahrer klar äußern, wenn man sich unsicher fühlt und gegebenenfalls auch auszusteigen. Konzentriertes Fahren ohne Ablenkung und in angemessener Geschwindigkeit sind für eine sichere Fahrweise essenziell. Die Wirkung eines Sicherheitsgurtes sollte man im Falle eines Unfalls ebenfalls nicht unterschätzen.
Um das zu vermitteln setzt die Polizei schon bei jungen Verkehrsteilnehmenden an, um entsprechend zu sensibilisieren und Hauptunfallursachen zu bekämpfen. „Wenn wir nur einen kleinen Teil unserer Zuschauer heute erreicht haben, haben wir etwas gewonnen“, ist sich Meike Neuhaus sicher.
Crashkurs – Das Format
„Crash Kurs NRW – Realität erleben. Echt und Hart“ – das ist das Motto des Veranstaltungsformates, mit dem seit 2011 jedes Jahr mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen anspricht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenmissbrauch registriert, während es im Jahr 2023 73.917 Fälle waren. In beiden Jahren wurden die meisten Fälle gelöst, wobei 63.352 Fälle im Jahr 2022 und 65.532 Fälle im Jahr 2023 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich im Jahr 2022 auf 56.367, wovon 49.610 männlich und 6.757 weiblich waren. Im Jahr 2023 gab es 57.879 Verdächtige, davon 51.099 männlich und 6.780 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73.917 – zeigt Nordrhein-Westfalen eine ähnliche Tendenz.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








