Ein betrunkener Autofahrer verursacht Unfall, fährt trotzdem erneut betrunken und widersetzt sich der Polizei.
Bad Oeynhausen: Zweimal betrunken gefahren auf der A 2
Bielefeld (ost)
Ein Zeuge informierte die Polizei spät am Dienstagabend, 29.07.2025, über einen Mercedes-Fahrer auf der A 2 in Richtung Dortmund. Er hatte den Fahrer beobachtet, wie er in einer Autobahnbaustelle bei Bad Salzuflen in Schlangenlinien fuhr und eine Warnbake traf.
Um 21:40 Uhr trafen Beamte der Autobahnpolizeiwache Herford an der Raststätte Lipperland Nord auf das beschriebene Fahrzeug und den Fahrer. Das Auto zeigte frische Unfallspuren von der Kollision mit der Warnbake und einen platten rechten Hinterreifen.
Nachdem die Polizisten deutlichen Alkoholgeruch bei dem 40-jährigen Fahrer aus Bad Oeynhausen feststellten, bestätigte ein Atemalkoholtest den Verdacht, dass der Mann unter Alkoholeinfluss gefahren war.
Ein Arzt entnahm dem Mann auf der Autobahnpolizeiwache eine Blutprobe. Die Beamten konfiszierten seinen Führerschein und leiteten ein Strafverfahren wegen Unfallflucht und Trunkenheit am Steuer ein. Dem Bad Oeynhausener wurde ausdrücklich untersagt, weiterhin Auto zu fahren. Er erklärte, die Anweisungen verstanden zu haben und wollte sich von einem Taxi nach Hause bringen lassen.
Während der Taxifahrt änderte der Mann offensichtlich seine Meinung, denn er ließ sich wieder zu seinem Auto bringen und fuhr trotz der schweren Schäden erneut auf die A 2. Der verantwortungsbewusste Taxifahrer informierte die Polizei.
Die Beamten, die noch mit der ersten Strafanzeige gegen den 40-Jährigen beschäftigt waren, trafen ihn um 23:25 Uhr auf einem Pendlerparkplatz in Bad Salzuflen in seinem Auto an. Da der Mann sich weigerte, aus dem Fahrzeug auszusteigen, mussten ihn die Polizisten mit physischer Gewalt herausziehen.
Der Fahrer musste sich einer weiteren Blutentnahme unterziehen und es wurden weitere Strafverfahren wegen Trunkenheit am Steuer und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Um weitere Straftaten des 40-Jährigen in dieser Nacht zu verhindern, verbrachte er die restliche Zeit in einer Zelle des Herforder Polizeigewahrsams.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die meisten Unfälle, nämlich 556.792, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 87,36% entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
2023 | |
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Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
Ortslage – innerorts | 55.296 |
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
Getötete | 450 |
Schwerverletzte | 11.172 |
Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)