Polizeibeamte stoppten einen Gefahrguttransport mit ätzender Flüssigkeit aufgrund erheblicher technischer Mängel und unzureichender Ladungssicherung. Eine bedrohliche Kombination, die zu einem schweren Unglück hätte führen können.
Bad Salzuflen: Verkehrsunsicherer Gefahrguttransport gestoppt

Bielefeld (ost)
HC/ Bielefeld- BAB 2- Herford- Bad-Salzuflen- Polizeibeamte des Verkehrsdienstes der Autobahnpolizei Bielefeld stoppten am Montag, 02.03.2026, die Fahrt eines unsicheren Gefahrguttransporters.
Um 12:50 Uhr überprüften die Beamten auf der A 2 in Richtung Hannover, nahe der Ausfahrt Ostwestfalen-Lippe, eine Sattelzugmaschine von Mercedes-Benz, die einen Gefahrgutauflieger transportierte.
Der litauisch zugelassene Sattelzug sollte insgesamt etwa 23.000 kg Ladung transportieren, darunter 19.000 kg Gefahrgut in Form von ätzender Flüssigkeit in 1000-Liter-Containern (IBC), von Bad Berleburg nach Litauen.
Die Polizeibeamten stellten fest, dass sich an der Sattelzugmaschine von einem Reifen der Antriebsachse die Lauffläche löste. Der Hauptrahmen des Sattelanhängers wies mehrere Risse auf. Die zur Ladungssicherung dienenden Utensilien, wie z.B. die Spanngurte, waren nicht mehr in einem ordnungsgemäßen Zustand und daher ungeeignet, um die Ladung vor dem Verrutschen zu schützen.
Insgesamt schien es den Polizisten, dass weder der 38-jährige kirgisische Fahrer, noch der litauische Unternehmer oder die deutsche Verladefirma die Ladungssicherung und den technischen Zustand des Sattelzugs ernst genommen hatten. Die deutsche Verladefirma hätte den Sattelzug in diesem Zustand weder beladen noch fahren lassen dürfen.
Die gefährliche Kombination aus gefährlicher Ladung, einem Sattelzug mit erheblichen technischen Mängeln und unzureichender Ladungssicherung hätte schnell zu einem Verkehrsunfall führen können (z.B. bei einem Reifenplatzer auf der Autobahn mit 19.000 kg ungesicherter ätzender Flüssigkeit).
Der gesamte Sattelzug wurde beschlagnahmt und die Weiterfahrt wurde untersagt, bis die festgestellten Mängel behoben sind. Eine Umladung auf ein anderes Fahrzeug ist aufgrund der schwerwiegenden Mängel in diesem Fall sehr wahrscheinlich.
Die deutsche Verladefirma, das litauische Unternehmen und der Fahrer müssen mit verschiedenen Anzeigen rechnen. Die Bußgelder belaufen sich insgesamt auf etwa 5000 Euro. Der Fahrer zahlte vor Ort bereits eine Kaution in Höhe von 500 Euro.
Der Verkehrsdienst der Polizei Bielefeld betont: Schwertransporte mit gefährlichen Gütern müssen besonders überwacht werden. Alle LKW-Transporte sollten selbstverständlich mit technisch einwandfreien Fahrzeugen und einer ordnungsgemäßen Ladungssicherung erfolgen. Gerade bei Gefahrguttransporten sind diese Aspekte unerlässlich, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon entfallen 63.250 (9,92%) auf Unfälle mit Personenschaden, 13.559 (2,13%) auf schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden und 3.764 (0,59%) auf Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die übrigen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 556.792 (87,36%). In der Ortslage innerorts gab es 55.296 (8,68%) Unfälle, außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Die Anzahl der Getöteten beläuft sich auf 450, Schwerverletzte auf 11.172 und Leichtverletzte auf 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








