Verkehrsdienst überwacht Kradfahrer in Neuenrade und Balve. 220 Verkehrsteilnehmer zu schnell, darunter 22 Motorradfahrer. Einige Verstöße geahndet, Kontrollen werden fortgesetzt.
Balve/Neuenrade: Polizei kontrolliert Motorradfahrende

Balve/Neuenrade (ost)
Am letzten Freitag kontrollierte der Verkehrsdienst der Polizei zwischen 10 und 18 Uhr hauptsächlich Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer. Dies geschah insbesondere an neuralgischen Verkehrspunkten in Neuenrade und Balve. Ebenso wurde die Einhaltung der Tempolimits überwacht.
Von insgesamt 4417 gemessenen Verkehrsteilnehmern waren 220 zu schnell unterwegs. 22 dieser Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden von Motorradfahrern begangen. Die traurigen Spitzenreiter waren ein Motorradfahrer aus Wesel mit 29 km/h und ein Autofahrer aus dem MK, der mit 43 km/h an der Messstelle vorbeifuhr. Beide erwartet ein Fahrverbot.
Neben der Geschwindigkeitsüberwachung ahndeten die Einsatzkräfte verschiedene andere Verstöße. Fünf davon entfielen auf Motorradfahrer. Zwei Motorräder wiesen so gravierende technische Mängel auf, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste. Ein Motorradfahrer fuhr mutmaßlich unter dem Einfluss von Drogen und musste zur Blutprobe. Ihn erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.
Zwei Autofahrer fielen den Beamten besonders negativ auf und wurden ebenfalls angezeigt. In Langenholthausen fiel ein Autofahrer nicht nur durch die massiv überhöhte Geschwindigkeit auf, sondern steuerte sein Fahrzeug auch so rücksichtslos, dass ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Ein weiterer Autofahrer konnte den Polizisten keine gültige Fahrerlaubnis vorlegen. Stattdessen überreichte er den Beamten einen gefälschten Führerschein. Das Dokument wurde sichergestellt und auch hier wurde eine Anzeige erstattet.
Die Polizei betont, dass die meisten Motorradfahrer sich an die Regeln halten. Dennoch ist es wichtig, in der für Motorradfahrer attraktiven Region diejenigen zu identifizieren, die die Regeln ignorieren und sich und andere unnötig in Gefahr bringen. Die Kontrollen werden daher auch in Zukunft konsequent fortgesetzt. (dill)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








