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Beckum: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Ein 26-Jähriger aus Beckum wurde nach einer Körperverletzung in Untersuchungshaft genommen, bei der ein 50-Jähriger Mann verstarb.

Foto: unsplash

Warendorf (ost)

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Warendorf und der Polizei Münster

Nachtrag zur Pressemitteilung „50-Jähriger verstirbt nach Körperverletzung in Beckum – Mordkommission der Polizei Münster sucht weitere Zeugen“ (ots vom 15.07., 13:50 Uhr, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11187/6315191) und „50-Jähriger verstirbt nach Körperverletzung in Beckum – Obduktionsergebnis: Gewalteinwirkung todesursächlich – Möglicher Tatbeteiligter stellt sich Polizei“ (ots vom 16.07., 15.37 Uhr https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11187/6316090)

Nach einer körperlichen Auseinandersetzung am vergangenen Mittwoch (15.07., 0:25 Uhr) in Beckum, in deren Folge ein 50-jähriger Mann verstorben ist, hat eine Richterin des Amtsgerichts Münster auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster Haftbefehl gegen einen am Freitag (17.07.) vorläufig festgenommenen 26 Jahre alten Mann aus Beckum wegen des dringenden Tatverdachts der Körperverletzung mit Todesfolge erlassen. Der Beschuldigte mit deutscher Staatsangehörigkeit befindet sich nun in Untersuchungshaft. Der Tatverdacht hat sich nach der Vernehmung eines 28-jährigen Zeugen sowie aufgrund der bis zum 17.07.2026 durchgeführten Ermittlungen der eingesetzten Mordkommission ergeben.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen soll es am 15.07. in Beckum gegen 00:20 Uhr in der Nähe des dortigen Rathauses zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und einem 50 Jahre alten Mann gekommen sein. Zunächst soll es zu einer verbalen Streitigkeit gekommen sein, nachdem der 50-Jährige dem Beschuldigten und dem 28-jährigen Zeugen angekündigt haben soll, wegen der von ihnen nach seiner Meinung ausgehenden Lärmbelästigung die Polizei zu rufen. Im Verlauf der körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und dem Geschädigten soll der 50-Jährige zu Boden gefallen sein. In dieser Situation soll der Beschuldigte dem Mann mehrere erhebliche Faustschläge in den Bauchbereich versetzt haben. An den Folgen dieser Schläge und der dadurch verursachten inneren Verletzungen soll der 50-Jährige verstorben sein.

Der Beschuldigte hat sich zu dem Tatvorwurf nicht geäußert.

Ein Tatverdacht gegen den Begleiter des Beschuldigten besteht derzeit nicht.

Die Ermittlungen dauern an.

Kontakt für Medienvertreter:

Polizei Münster

Telefon: 0251 275-1010

E-Mail: pressestelle.muenster@polizei.nrw.de https://muenster.polizei.nrw/

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 518 auf 671, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 458 auf 596 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 60 auf 75. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 auf 310. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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