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Bergisch Gladbach: Alkoholisierte Autofahrerin gestoppt

Zeugen verhindern Zusammenstoß und alarmieren Polizei wegen gefährlicher Fahrmanöver

Foto: unsplash

Bergisch Gladbach (ost)

Gestern Abend stoppten zwei aufmerksame Autofahrer eine alkoholisierte Fahrerin auf der Odenthaler Straße, um möglicherweise Schlimmeres zu verhindern. Um 18:20 Uhr meldeten Zeugen einen verdächtigen Nissan im Bereich der Odenthaler Straße. Die Fahrerin des Nissans war zuvor rücksichtslos in die Odenthaler Straße eingebogen, indem sie die St.-Engelbert-Straße betrat. Einer der Zeugen konnte einen Zusammenstoß nur durch ein plötzliches Ausweichmanöver verhindern, der andere musste ebenfalls stark bremsen. Danach fuhr die Fahrerin in Schlangenlinien, fuhr mehrmals auf den Grünstreifen und in den Gegenverkehr und bremste mehrmals grundlos stark ab.

An der Kreuzung Odenthaler Straße / Alte Wipperfürther Straße nutzten die beiden Zeugen eine rote Ampelphase, um die Frau am Weiterfahren zu hindern. Einer der Männer stieg aus, zog den Zündschlüssel ab und alarmierte die Polizei. Bei der Ankunft der Beamten zeigte die Fahrerin deutliche körperliche Ausfallerscheinungen. Die 74-jährige Odenthalerin schwankte, musste sich am Auto festhalten und schien desorientiert zu sein. Ein freiwilliger Atemalkoholtest vor Ort scheiterte.

Die Frau gab zu, im Laufe des Tages Wein getrunken zu haben. Die Polizisten brachten sie zur Polizeiwache Bergisch Gladbach, wo ihr eine Blutprobe entnommen wurde. Ihr Führerschein wurde sofort eingezogen und ihr das Fahren von Fahrzeugen untersagt. Die Fahrerin wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkoholkonsum angeklagt (§ 315c StGB).

Die Polizei lobt ausdrücklich die Aufmerksamkeit und das entschlossene Handeln der beiden Autofahrer, die eine potenzielle Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer abgewendet haben. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, bei ähnlichen Feststellungen im Straßenverkehr sofort den Notruf 110 zu wählen, damit Einsatzkräfte schnell eingreifen können und niemand sich selbst in Gefahr begibt. (ct)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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