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Beverungen: Verkehrssicherheit im Fokus

Die Kreispolizeibehörde Höxter setzt auf präventive Maßnahmen im Zweiradverkehr, um Unfallzahlen zu senken und schwache Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Die Teilnehmer des Trainings vor der Bördeblickhalle in Rösebeck.
Foto: Presseportal.de

Kreis Höxter (ost)

Die Kreispolizeibehörde Höxter reagiert auf den aktuellen Anstieg der Verkehrsunfallzahlen im Bereich des Zweirad- und Elektrokleinstfahrzeugverkehrs mit einer Mischung aus Kontrollen und gezielter Prävention.

Um Fehlverhalten im gesamten Kreisgebiet aufzuzeigen, werden Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Zwei erfolgreiche Präventionsprojekte in Beverungen und Rösebeck stärken die Fahrpraxis und das Risikobewusstsein von Kindern bis hin zu älteren Menschen.

Die Bedeutung von Verkehrssicherheit bereits im Schulalter wurde bei der ersten präventiven Aktion im Rahmen des Kinderferienpasses Beverungen deutlich. Insgesamt nahmen 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 13 Jahren mit ihren Fahrrädern teil. Die Aktion wurde von Uta Grothe von Projekt Begegnung -Ferienzeit- in Zusammenarbeit mit Polizeihauptkommissar Thomas Kruse, dem Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde Höxter, organisiert und geleitet.

Ein Schulhof wurde an diesem Tag in einen vielseitigen Parcours umgewandelt, um den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten in einem geschützten Umfeld zu testen und zu verbessern. Unter dem Motto “Sicherheit erleben” lag der Fokus auf Geschicklichkeit und Fahrspaß. Die Jugendlichen lernten spielerisch, wie wichtig die richtige Schutzausrüstung ist – das Tragen eines Helms war eine Selbstverständlichkeit. Ob beim Slalom oder beim plötzlichen Bremsen: Die Kinder zeigten vollen Einsatz unter Anleitung.

Die zweite präventive Veranstaltung richtete sich an ältere Menschen und den Trend der elektrischen Unterstützung. Auf Initiative der Radgruppe des SuS Rösebeck nahmen insgesamt 20 Personen an einem intensiven Pedelec-Training teil, das von Familie Walter unter der Leitung von PHK Thomas Kruse engagiert durchgeführt wurde. Der abgesperrte Bereich vor der Bördeblickhalle in Rösebeck diente als optimales Übungsgelände.

Da das Fahren mit einem Pedelec besondere Anforderungen aufgrund des höheren Gewichts und der stärkeren Beschleunigung stellt, lag der Fokus auf der Beherrschung des Fahrrads. Das Programm umfasste praktische Übungen auf dem Parcours und theoretische Einheiten. Der Parcours mit verschiedenen Hindernissen forderte die Teilnehmenden heraus, Kernkompetenzen wie das richtige Auf- und Absteigen, effektives Bremsen, korrekte Blickführung in Kurven, kontrolliertes langsames Fahren und sichere Richtungswechsel zu trainieren.

Neben praktischen Übungen wurden auch theoretische und Sicherheitsthemen behandelt. Neben der Bedeutung des Helmtragens wurden auch die oft unterschätzten Folgen von Unfällen angesprochen. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden wertvolle Tipps zur Sichtbarkeit im Verkehr, zur optimalen Verteilung von Ladung auf dem Fahrrad und zur effektiven Diebstahlsicherung. Da viele Senioren gerne in Gruppen unterwegs sind, wurden auch wichtige Regeln für Gruppenausfahrten besprochen, um das Unfallrisiko in der Kolonne zu minimieren.

Das gemeinsame Ziel aller präventiven Maßnahmen und Kontrollen ist die Verringerung der Unfallzahlen sowie der Schutz schwacher Verkehrsteilnehmer.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt kamen 450 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 11.172 wurden schwer verletzt und 68.000 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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