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Bielefeld: 87 Verstöße bei Großkontrolle aufgedeckt

Die Autobahnpolizei Bielefeld und ihre Partner deckten bei einer Großkontrolle 87 Verstöße im gewerblichen Personen- und Güterverkehr auf. Fachspezialisten entdeckten diverse Verstöße, darunter Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz und die Gefahrgutverordnung.

Großkontrolle an der A 2
Foto: Presseportal.de

Bielefeld (ost)

SI / Bielefeld / A 2 – Am Donnerstag, 24.09.2026, führte die Autobahnpolizei Bielefeld gemeinsam mit ihren Kooperationspartner Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs durch. Die Kontrolleure nahmen insgesamt etwa 130 Fahrzeuge ins Visier und stellten 87 Verstöße fest.

An den Autobahnraststätten Lipperland-Süd und Lipperland-Nord trafen sich am Donnerstagmorgen Mitarbeiter verschiedener Polizeibehörden, vom Zoll, der Bezirksregierung Detmold, dem Bundesamt für Logistik und Mobilität und dem Eichamt Bielefeld zur Großkontrolle.

Bei dem gemeinsamen Einsatz profitierten die Kontrolleure vom direkten Austausch miteinander. Die Fachspezialisten deckten bei den 130 Kontrollen diverse Verstöße auf.

Darunter fielen unter anderem 35 Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz. Viele Fahrer hielten sich nicht an die vorgegebenen Lenk- und Ruhezeiten. Dabei sind insbesondere die Unternehmen in der Pflicht, auf die Einhaltung zu achten. Sie erwartet daher eine weitaus höhere Geldstrafe als die Fahrer selbst.

Bei acht Fahrzeugen war die Ladung nicht richtig gesichert, zwei waren überladen. An fünf Lkw, die mit Gefahrgut beladen waren, stellten die Beamten Mängel fest, womit Verstöße gegen die Gefahrgutverordnung gegeben waren.

Zwei Lkw-Fahrer waren nicht angeschnallt.

Bei einem LNG-Lkw ergab sich der Verdacht, dass er nicht ordnungsgemäß geeicht war.

Der Zoll prüft im Nachgang der Kontrollen unter anderem, ob in zwei Fällen Leistungsbetrug vorlag und bei zwei Fahrern gegen den Mindestlohn verstoßen wurde. Bei drei Fahrern bestand der Verdacht der illegalen Beschäftigung und bei zwei Fahrern ist zu prüfen, ob sie Ladungen in Deutschland aufnehmen und transportieren durften.

Wegen des Verstoßes gegen das Abfallrecht wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und eine Sicherungsleistung von 180 Euro fällig.

Darüber hinaus gab es auch Verstöße gegen die Verordnung über technische Kontrollen von Nutzfahrzeugen auf der Straße, dem Güterkraftverkehrsgesetz und dem Straßenverkehrsgesetz.

Als Fazit stellt der Leiter des Polizeieinsatzes, Polizeidirektor Hendrik Bösch, fest: “Die Bandbreite der Verstöße unterstreicht noch einmal, wie sinnvoll die kooperativen Kontrollen mit den diversen Netzwerkpartnern sind. Es hat sich erneut gezeigt, dass innerhalb weniger Stunden bei den Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs zahlreiche Verstöße entdeckt und geahndet werden können, so dass auch zukünftig gleichgelagerte Kontrollaktionen geplant und durchgeführt werden.”

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Unfälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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