Die Polizei Bielefeld warnt vor Betrügern, die Betrugs-Opfern falsche Hoffnungen machen und so zum zweiten Mal um ihr Geld bringen. Ein Bielefelder wurde um circa 215 000 Euro betrogen, nachdem er in eine betrügerische Geldanlage investiert hatte.
Bielefeld: Betrügerische Geldanlage, Täter nehmen Opfer zweimal aus

Bielefeld (ost)
HC/ Bielefeld- Stadtgebiet- Die Polizei Bielefeld warnt vor Schwindlern, die Betrugsopfern falsche Hoffnungen machen und sie so ein zweites Mal um ihr Geld bringen.
Ein Bewohner aus Bielefeld erhielt Anfang Januar einen Anruf von einem Mann, der behauptete, von der Börse zu sein. Er sollte das Geld von Betrügern, das an der Frankfurter Börse aufgefallen war, an den Bielefelder zurückzahlen.
Was zuvor geschah: Der Bielefelder hatte Anfang Mai 2025 eine Werbemail im Bereich Geldanlagen erhalten und war daraufhin mit einem angeblichen Broker in Kontakt getreten. Dieser hatte ihn überzeugt, Geld anzulegen, um Gewinne an der Börse zu erzielen. Zuerst erhielt das Opfer kleine Geldbeträge als Gewinne ausgezahlt. In den folgenden Monaten überwies der Bielefelder etwa 215.000 Euro auf die Konten, die der Broker genannt hatte. Als der Kontakt abbrach und mehrere Versuche, das Geld und die Gewinne auszahlen zu lassen, scheiterten, schöpfte er Verdacht und erstattete Anzeige.
Der Bielefelder blieb über einen Messenger-Dienst in Kontakt mit dem vermeintlichen Börsenmitarbeiter. Dieser versprach mehrmals, das Geld zurückzuholen. Das Opfer gewährte dem vermeintlichen Mitarbeiter Zugriff auf seinen Laptop und verfolgte die inszenierte Diskussion mit einer Bank über sein Geld. Nach weiteren inszenierten Problemen behauptete der Betrüger, dass für die erfolgreiche Auszahlung ein Konto mit einem Guthaben erforderlich sei und überredete den Bielefelder zu zwei Ausgleichszahlungen. Danach brach der Kontakt ab und der Bielefelder erkannte den Betrug.
Seien Sie bei Geldanlagen vorsichtig! Recherchieren Sie sorgfältig über Unternehmen und Dienstleister, bevor Sie viel Geld investieren. Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters: Informieren Sie sich im Internet über Warnungen oder Beschwerden bezüglich der Plattform. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bietet auf ihrer Website Informationen über unseriöse Anbieter. Glauben Sie keinem Anrufer, der behauptet, Ihr Geld zurückholen zu können!
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 7667 auf 8126 im selben Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2072 in 2022 und 2159 in 2023 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








