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Bielefeld: Betrunkenes Duo führt Fahrerwechsel durch

Ein betrunkener Fahrerwechsel auf der Autobahn führt zu Beinahe-Unfällen und Verletzungen, während die Polizei einschreitet und die Insassen kontrolliert.

Foto: Depositphotos

Bielefeld (ost)

FR / Bielefeld / A2 – Früh am Montagmorgen, 27.07.2026, informierte ein Lastwagenfahrer die Polizei über ein verdächtiges Auto auf der Autobahn und gab wichtige Hinweise.

Um 05:50 Uhr fuhr ein 63-jähriger Stukenbrocker mit einem Lkw auf der A2 Richtung Hannover. Er bemerkte einen Opel Zafira, der in Schlangenlinien auf zwei Spuren und mit etwa 35 km/h durch eine Baustelle fuhr, als er die Anschlussstelle Herford-Bad Salzuflen passierte. Dabei kam es zu mehreren Beinahe-Unfällen mit Baustellenbaken.

Das Fahrzeug hielt auf dem Seitenstreifen kurz vor der Anschlussstelle Herford Ost. Der Lastwagenfahrer hielt vor dem Opel an und sah, wie die Insassen einen Fahrerwechsel vornahmen. Er sprach die Männer an, erhielt jedoch keine Reaktion. Zudem versuchte er vergeblich, den Zündschlüssel des Zafiras zu ergreifen, um weitere Gefahren zu vermeiden.

Als die Beamten ankamen und zum Opel gingen, beschleunigte das Fahrzeug plötzlich mit aufheulendem Motor. Zu diesem Zeitpunkt stand der Stukenbrocker neben dem Auto, hielt sich daran fest und erlitt leichte Verletzungen, als er fiel. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten die beiden Insassen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit schließlich kontrollieren.

Der 47-Jährige, der bis zum Fahrerwechsel gefahren war, besitzt keine Fahrerlaubnis. Der 40-Jährige, der danach fuhr, verweigerte jegliche Aussage. Ein Alkoholtest bei beiden Männern verlief positiv. Anschließend wurde beiden eine Blutprobe entnommen.

Der Opel Zafira mit tschechischer Zulassung wurde aus Sicherheitsgründen beschlagnahmt. Beide Männer leisteten Sicherheitsleistungen. Sie müssen sich nun wegen Trunkenheit am Steuer, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 637365 Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 aus, was 2.13% der Gesamtzahl ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3764 Fällen registriert, was 0.59% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556792, was 87.36% aller Unfälle ausmacht. Innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten sich 55296 Unfälle (8.68%), außerhalb geschlossener Ortschaften (ohne Autobahnen) waren es 17437 (2.74%) und auf Autobahnen 6889 (1.08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte wurden 11172 gezählt und 68000 Personen wurden leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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