Ein 38-jähriger Bielefelder wurde schlafend am Steuer seines Autos gefunden. Der Mann hatte ein Beruhigungsmittel konsumiert und wird nun wegen Drogenfahrt angeklagt.
Bielefeld: Eingeschlafen nach Drogenfahrt

Bielefeld (ost)
FR / Bielefeld / Jöllenbeck – Am Dienstagabend, 06.10.2026, wurde ein Autofahrer auf der Vilsendorfer Straße aufgrund seiner gefährlichen Fahrweise auffällig. Die Polizei, die alarmiert wurde, entdeckte den schlafenden Fahrer im Fahrzeug.
Um 21:10 Uhr wurde die Polizei über einen verdächtigen Citroen Jumpy informiert, der langsam und in Schlangenlinien die Vilsendorfer Straße in Richtung Jöllenbeck befuhr. Der Fahrer, ein 38-jähriger Bielefelder kroatischer Herkunft, geriet mehrmals auf die Gegenfahrbahn. Entgegenkommende Fahrzeuge warnten den 38-Jährigen mehrmals durch Lichthupe.
Eine aufmerksame Zeugin, die hinter dem Citroen fuhr, kontaktierte die Polizei und gab an, dass das Fahrzeug schließlich auf einem Parkplatz an der Eickumer Straße angehalten habe. In der Nähe wartete sie dann auf die Polizei und zeigte ihnen das geparkte Auto, in dem sich der Fahrer noch befand.
Als die Polizisten zum Citroen gingen, sahen sie, dass das Auto in eine Hecke ragte. Der 38-jährige Bielefelder saß am Steuer und schlief. Er wurde erst durch lautes Klopfen an der Scheibe geweckt. Ein Drogentest war positiv. Er erklärte den Beamten, dass er ein Beruhigungsmittel eines Familienmitglieds genommen hatte, da er derzeit viel Stress hatte. Auf dem Weg zur Arbeit hatte er wahrscheinlich einen Sekundenschlaf und war generell sehr müde.
Der 38-Jährige wurde zur Entnahme einer Blutprobe auf die Polizeiwache gebracht. Sein Führerschein wurde eingezogen. Das Führen von fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeugen wurde ihm untersagt, solange er unter dem Einfluss des Medikaments steht.
Er muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Drogenfahrten verantworten. Die Fahrerlaubnisbehörde wurde informiert, um die Eignung und Befähigung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu überprüfen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während im Jahr 2023 die Zahl auf 73.917 stieg. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367, während sie 2023 auf 57.879 stieg. Die Mehrheit der Verdächtigen waren Männer, wobei im Jahr 2023 51.099 Männer und 6.780 Frauen verdächtigt wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Trotz des Anstiegs der Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten gemeldeten Fällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerhalb geschlossener Ortschaften (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








