Ein 90-jähriger Bielefelder wurde Opfer eines Betrügers, der ihn mit einem falschen Gewinnversprechen lockte und Zugriff auf sein Online-Banking erlangte.
Bielefeld: Fernzugriffsoftware für Betrug genutzt

Bielefeld (ost)
SI / Bielefeld / Stadtgebiet – Am Freitag, 08.05.2026, fiel ein 90-jähriger Bielefelder einem Betrüger zum Opfer, der durch den Einsatz einer Fernzugriffssoftware Überweisungen von seinem Online-Banking-Konto veranlasste.
Um 11:00 Uhr erhielt der ältere Herr einen Anruf von einer Mobilfunknummer. Der Anrufer versprach ihm einen Gewinn von über 20.000 Euro. Um den Senior auf die Website des Glücksspielanbieters zu leiten, bat er den Bielefelder, eine Fernzugriffssoftware herunterzuladen.
Daraufhin zeigte der Betrüger dem älteren Mann eine Website, um ihn von der Echtheit des Gewinns zu überzeugen.
Im Glauben, den Gewinn zu erhalten, gab der 90-Jährige seine Bankdaten preis. Der Anrufer navigierte dann zu seinem Online-Banking-Konto und fragte nach den Zugangsdaten. Auch eine Freigabe über das Handy erfolgte auf Anweisung des Betrügers.
Da das Verhalten des Anrufers dem Senior zunehmend verdächtig erschien, machte er Screenshots der Websites und informierte sofort nach dem Anruf seine Bank. Bei einem Besuch in der Filiale erfuhr der Bielefelder, dass bereits ein Betrag in fünfstelliger Höhe in Echtzeit abgebucht worden war.
Die Polizei warnt vor betrügerischen Gewinnversprechen. Geben Sie niemals telefonisch Zugangsdaten weiter. Erlauben Sie Fernzugriff nur Personen, die Sie persönlich kennen und beauftragt haben, Änderungen an Ihrem Computer vorzunehmen. Informieren Sie auch Ihre Angehörigen über diese Betrugsmasche.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29.667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21.181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 4726 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 2336. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2159 relativ konstant. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








