Ein Duo raubte einen 16-jährigen Bielefelder aus und fiel später vor einer Disco auf. Einer der Räuber befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Bielefeld: Gesuchte Räuber vor Disco aufgefallen

Bielefeld (ost)
FR / Bielefeld / Mitte – In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 15.03.2026, wurde ein 16-jähriger Bielefelder von einem Duo ausgeraubt. Kurz darauf wurden die zunächst flüchtigen Verdächtigen vor einer Diskothek entdeckt. Einer der Räuber befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Nach den vorliegenden Informationen befand sich ein 16-jähriger Bielefelder gegen 01:00 Uhr in der Hermann-Kleinewächter-Straße. Dort wurden sie dann von einem 19-jährigen und einem 17-jährigen Bielefelder angegriffen. Der 16-Jährige wurde unerwartet geschlagen und getreten, wodurch er leichte Verletzungen erlitt. Das Duo raubte sein Smartphone und seine Umhängetasche und floh in unbekannte Richtung. Die Polizei erhielt Hinweise auf die Identität der Räuber, aber ihr Aufenthaltsort war zunächst unklar.
Gegen 04:20 Uhr fielen die flüchtigen Verdächtigen vor einer Diskothek in Bielefeld auf, weil sie in einen Streit mit dem Sicherheitsdienst gerieten. Die hinzugerufenen Polizisten konnten die gestohlenen Gegenstände bei dem Duo nicht finden.
In den Taschen der beiden wurden jeweils Messer gefunden. Diese wurden beschlagnahmt und Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen des Messerverbots in der Zone erstellt.
Im Laufe der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen den 17-Jährigen, der als jugendlicher Intensivtäter bekannt ist. Am Freitag, 20.03.2026, wurde er einem Haftrichter des Amtsgerichts Bielefeld vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Bielefelder erließ.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 8073 auf 9103, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7238 auf 8213 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 835 auf 890 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3590 auf 4163. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten registrierten Raubüberfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt








