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Bielefeld: Identitätsdiebstahl durch Betrüger

Eine Bielefelderin meldete einen Betrug, nachdem ein Betrüger sensible Daten erfragte und sie zu Zahlungen veranlasste.

Foto: unsplash

Bielefeld (ost)

SI / Bielefeld / Stadtgebiet – Am Mittwoch, dem 06.05.2026, meldete eine Bielefelderin einen Betrug, nachdem sie mehrere Rechnungen von ihrem Mobilfunkanbieter erhalten hatte. Ein Betrüger hatte sich zuvor auf einer Social Media Plattform als ihre Bekannte ausgegeben und so das Vertrauen der jungen Frau erschlichen.

Die 23-jährige Frau erklärte dem Polizisten bei der Anzeigenerstattung, dass sie am Abend zuvor von einer Freundin über eine Social Media Plattform kontaktiert worden war. In der Nachricht bat die vermeintliche Bekannte sie darum, ihr zu helfen, ihr Mobiltelefon freizuschalten. Um einen Code auszutauschen, sollte sie ihre Mobilfunknummer weitergeben.

Nachdem sie die Nummer übermittelt hatte, erhielt sie einen Code per SMS, den sie an den Betrüger weiterleitete. Der vermeintliche Absender der SMS war ein bekanntes Softwareunternehmen.

Nur kurze Zeit später erhielt die Bielefelderin mehrere Benachrichtigungen von ihrem Mobilfunkanbieter über insgesamt sieben Rechnungen, die über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden sollten.

Sie beantragte umgehend über ihren Mobilfunkanbieter eine Sperrung der Abbuchungen. Ob dennoch ein Schaden entstanden ist, wird im Rahmen der Ermittlungen geklärt.

Es wird vermutet, dass der Täter zuvor die Zugangsdaten der vermeintlichen Bekannten erlangt hatte und sich nun als diese ausgab. Die Polizei empfiehlt, bei einem möglichen Identitätsdiebstahl immer wachsam zu sein. Bevor sensible Daten über eine Social Media Plattform preisgegeben werden, sollte man sich über einen anderen Kommunikationsweg von der Echtheit seines Chatpartners und seiner Absichten überzeugen.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der gemeldeten Fälle von 29667 im Jahr 2022 auf 21181 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2072 im Jahr 2022 und 2159 im Jahr 2023 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 gemeldeten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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