Der Zoll fand 3.959 Vapes, 88 Snus-Dosen, 1.554 Nikotinpouches, 4 „Vegaxes“ und 5 „Kamagra“ im Kiosk. Der Betreiber wird wegen Steuerhehlerei angeklagt.
Bielefeld: Illegale Tabakwaren in Herforder Kiosk sichergestellt

Bielefeld (ost)
Der Zoll in Bielefeld hat am Mittwoch, den 15. Juli 2026, während einer verdachtsunabhängigen Steueraufsichtsmaßnahme in einem Kiosk im Herforder Stadtgebiet 3.959 Einweg-E-Shishas (auch bekannt als Vapes), 88 Dosen Snus (Oraltabak), 1.554 Dosen Nikotinpouches (Nikotinbeutel ohne Tabak), vier Blister „Vegaxes“ (= Viagra) und fünf Packungen „Kamagra“ (ebenfalls Potenzmittel) beschlagnahmt.
Die Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege sammelten die unversteuerten Vapes, die im Verkaufsraum, im Lager und im dazugehörigen Fahrzeug des Täters angeboten wurden, zusammen. Diese enthielten insgesamt knapp 82 Liter flüssiges Liquid.
Aufgrund der Größe der befüllten Liquidtanks (maximal erlaubtes Füllvolumen bei Einwegprodukten sind 2 Milliliter) sind die Vapes im Bundesgebiet nicht zugelassen. Der Verkauf von Snus und Nikotinpouches ist ebenfalls in Deutschland verboten.
Die gefundenen Potenzmittel unterliegen dem Arzneimittelgesetz und sind verschreibungspflichtig.
Gegen den 31-jährigen Betreiber des betroffenen Kiosks wurde vor Ort ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhehlerei in Verbindung mit Verstößen gegen das Tabakerzeugnisgesetz und das Arzneimittelgesetz eingeleitet.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hannover, Dienstsitz Bielefeld, durch.
Zusätzliche Information:
Die Kontrolleinheit Verkehrswege Bielefeld an den Standorten in Anröchte und Bielefeld sowie die Kontrolleinheit Flughafen Reiseverkehr in Paderborn/Lippstadt überwachen den Warenverkehr gemäß EU-Recht und nationalen Vorschriften, auch nach dem Wegfall der Kontrollen an den Binnengrenzen. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Bekämpfung des Drogen- und Zigarettenschmuggels auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen in der Region.
Zusätzlich kontrollieren die Einheiten des Hauptzollamtes Bielefeld auch Kioske, Shisha-Shops und Shisha-Bars im Rahmen der Steueraufsicht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 56.367 auf 57.879. Von den Verdächtigen waren 49.610 männlich, 6.757 weiblich und 16.655 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 73.917 Fälle, was Nordrhein-Westfalen nahe kommt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








