Polizei zieht rumänischen Transporter auf Autobahn aus dem Verkehr, Fahrer verstößt gegen Sozialvorschriften.
Bielefeld: Mercedes Sprinter ohne Dieselfilter gestoppt

Bielefeld (ost)
HC/ Bielefeld- BAB 2- Polizeibeamte des Verkehrsdienstes der Autobahnpolizei Bielefeld stoppten am Mittwoch, 09.09.2026, die Fahrt eines rumänischen Lieferwagens, der ohne Abgasreinigung unterwegs war. Der Fahrer hatte außerdem gegen Sozialvorschriften verstoßen.
Etwa um 09:00 Uhr bemerkten die Beamten auf der A 2 in Richtung Hannover, vor dem Rastplatz Obergassel, aufgrund starker Rußentwicklung während der Fahrt einen Kleintransporter der Marke Mercedes. Die Polizisten dirigierten das Fahrzeug mit rumänischer Zulassung zum Rastplatz und überprüften es dort auf technische Mängel sowie den 23-jährigen Fahrer aus Rumänien hinsichtlich der Einhaltung der Sozialvorschriften. Die Beamten des Verkehrsdienstes stellten fest, dass die tägliche Lenkzeit überschritten wurde und unzureichende Ruhezeiten innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums eingehalten wurden. Die Untersuchung des Fahrzeugs durch die Technikexperten der Autobahnpolizei ergab, dass die werkseitig eingebaute Abgasreinigungsanlage fehlte. Eine Diagnosesoftware erkannte weder das erforderliche Steuergerät für die Abgasreinigung noch eine Fehlermeldung im Armaturenbrett. Der Stecker des entsprechenden Steuergeräts war abgezogen unter dem Sitz zu finden. Eine Inspektion in der Fachwerkstatt ergab eine relativ professionelle Umgehung der Abgasreinigung durch Manipulation am elektronischen Steuergerät sowie die Entfernung der Filtereinheit des Dieselpartikelfilters.
Der Lastwagen wurde beschlagnahmt und nur die Ladung kann mit einem geeigneten Fahrzeug weitertransportiert werden. Das rumänische Unternehmen und der Fahrer müssen mit verschiedenen Anzeigen rechnen. Der Fahrer zahlte vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1100 Euro für das zu erwartende Bußgeldverfahren.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (87,36%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








