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Bielefeld: Opfer bei Schockanruf-Welle

Eine Bielefelderin wurde emotional erschüttert und übergab Wertgegenstände nach einem Anruf, in dem angeblich ihr Sohn in einem Unfall verwickelt war.

Foto: unsplash

Bielefeld (ost)

HC/ Bielefeld- Stadtgebiet- Kirchdornberg- Am Dienstag, den 21.07.2026, wurden zahlreiche Bewohner Bielefelds im gesamten Stadtgebiet erneut Opfer von Schockanrufen durch Betrüger. Eine Bielefelderin war so stark betroffen, dass sie ihre Wertgegenstände übergab.

Um circa 14:15 Uhr erhielt eine Bielefelderin einen Anruf von einem Mann, der behauptete, Chefarzt in einem Bielefelder Krankenhaus zu sein. Er erzählte, dass der Sohn der Frau gerade in der Notaufnahme wegen eines Verkehrsunfalls behandelt würde. Dieser habe zuvor zwei Personen überfahren. Der Chefarzt verband die Frau telefonisch mit der Ambulanz, wo sie angeblich ihren Sohn stöhnen hörte. Danach wurde sie an die vermeintliche Polizei weitergeleitet, die einen Anruf von einem Staatsanwalt ankündigte. Der falsche Staatsanwalt rief kurz darauf an und erklärte, dass ihr Sohn aufgrund des Unfalls in Haft genommen worden sei, es sei denn, sie könne eine Kaution von 77.000 Euro stellen. Sie könne eine Anzahlung leisten, die ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft an ihrer Adresse abholen würde. Das Opfer, das unter Schock stand, hob Geld von ihrer Bank ab, sammelte weiteres Geld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro und übergab es gegen 15:30 Uhr einem Mann, der vor ihrem Haus in der Straße Am Gottesberg erschien. Der Unbekannte fuhr mit der Beute in einem silbernen, neuen Audi in unbekannte Richtung davon.

Die Bielefelderin beschrieb den Abholer als südländisch aussehend, 175 cm groß, mit dunklen Haaren und einem 3-Tage-Bart.

Zeugen, die im Bereich des Vorfalls Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an das Kriminalkommissariat 15 unter 0521-545-0 zu wenden.

Quelle: Presseportal

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