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Bielefeld: Polizist verfolgt Täter mit E-Scooter

Ein 38-jähriger Vlothoer überführte einen Internetbetrüger in Bielefeld. Der Polizist holte den Täter mit einem E-Scooter ein und nahm ihn fest.

Foto: Depositphotos

Bielefeld (ost)

SI / Bielefeld / Baumheide – Am Freitag, 02.10.2026, fing ein Vlothoer einen Internetbetrüger ab, der versuchte, ihm in Bielefeld einen iPhone Attrappe zu verkaufen. Polizeibeamte nahmen den 21-jährigen Täter bei der Übergabe fest.

Der 38-jährige Vlothoer war bereits am 20.09.2026 Opfer eines Betrugs geworden. Er hatte über ein Kleinanzeigenportal ein iPhone 17 Pro Max erworben. Der Käufer und die angebliche Verkäuferin hatten die Jauerstraße in Bielefeld als Treffpunkt vereinbart.

Gegen 19:00 Uhr traf er einen Mann mit dunkler Hautfarbe, der ihm einen scheinbar originalen und versiegelten iPhone-Karton übergab. Der Vlothoer übergab das Geld und bemerkte dann zu Hause, dass es sich um eine Fälschung handelte. Daraufhin erstattete er Anzeige bei der Polizei Herford.

Am 02.10.2026 entdeckte der 38-Jährige erneut die gleiche Anzeige und gab sich als potenzieller Käufer aus. Dieses Mal informierte er im Voraus die Polizei.

Der Sanddornweg wurde als Treffpunkt vereinbart. Gegen 18:30 Uhr erschien derselbe Mann zur Übergabe des Geräts. Als der Betrug aufflog, flüchtete der 21-Jährige.

Polizeibeamte nahmen die Verfolgung auf. In einem angrenzenden Park beschlagnahmte ein Beamter einen E-Scooter polizeilich und holte den 21-Jährigen ein.

Der Täter wurde vorläufig festgenommen und das gefälschte Mobiltelefon sichergestellt. Der 21-Jährige, ohne festen Wohnsitz und deutscher und ghanaischer Staatsangehörigkeit, muss sich nun wegen Betrugs verantworten.

Kriminalbeamte warnen vor dem Kauf gefälschter Ware und beobachten derzeit eine Zunahme dieser Betrugsmasche – insbesondere beim Handel mit iPhones.

Käufern wird empfohlen, das Gerät bei der Übergabe stets auszupacken und zu überprüfen. Betrüger verwenden oft die Originalverpackungen und versiegeln sie neu. Dadurch entsteht der Eindruck, es handele sich um ein echtes iPhone.

Seien Sie auch misstrauisch, wenn das Gerät zu einem sehr günstigen Preis angeboten wird. Vermeintliche Schnäppchen entpuppen sich oft als gefälschte Ware.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 4726 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 2336. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2159 relativ konstant. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 insgesamt 22125 Fälle von Cyberkriminalität registriert, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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