Die Bielefelder Polizei beteiligte sich an europäischen Verkehrssicherheitskontrollen, um Fußgänger zu schützen. In NRW starben 86 Fußgänger im Straßenverkehr 2025.
Bielefeld: Verkehrskontrollen zum Schutz von Fußgängern

Bielefeld (ost)
Verkehrskontrollen zur Sicherheit von Fußgängern während der Road Safety Days
MK / Bielefeld – Stadtgebiet – In dieser Woche beteiligt sich die Bielefelder Polizei erneut an der Verkehrssicherheitsarbeit auf europäischer Ebene, denn eine mobile Gesellschaft benötigt einen sicheren Straßenverkehr, egal ob Personen zu Fuß, mit dem Zweirad oder Auto unterwegs sind. Bei den gezielten Kontrollen am Mittwoch, 17.09.2026, lag der Fokus auf Fußgängerinnen und Fußgängern als ungeschützte Verkehrsteilnehmende.
Im Jahr 2025 verloren in NRW 86 Fußgänger ihr Leben im Straßenverkehr.
In Bielefeld blieb die Anzahl der verletzten und getöteten Fußgänger im Straßenverkehr im Jahr 2025 weiterhin hoch. Bei Verkehrsunfällen mit Fußgängern als Beteiligte wurde eine Person getötet und 157 Menschen verletzt. Im Jahr 2024 gab es einen Toten und 156 Verletzte.
Die Prävention von Verkehrsunfällen und die Verkehrsüberwachung sollen weiterhin dazu beitragen, Leben zu retten und Verletzungen im Straßenverkehr zu verhindern. Daher überprüften Streifenbeamte und insbesondere Beamte des Verkehrsdienstes der Polizei zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr Personen und Fahrzeuge. Dabei wurden Verstöße gegen die Verkehrsregeln festgestellt und geahndet, die sowohl von Fußgängerinnen und Fußgängern begangen wurden als auch gegen sie gerichtet waren.
Die Hauptkontrollpunkte lagen an der Obernstraße und Goldstraße, um den Verkehr von Fahrrädern und E-Scootern in der Fußgängerzone zu unterbinden, am Kreisverkehr Drögestraße und Schloßhofstraße, um die Sicherheit an Fußgängerüberwegen zu gewährleisten, und an der Wilhelmstraße, um den Verkehr von Autos, Fahrrädern und E-Scootern in der Fußgängerzone zu stoppen. Innerhalb von nur zwei Stunden stellten die Beamten 37 Verstöße wegen des unerlaubten Befahrens der Fußgängerzone fest und belegten die Radfahrer mit Verwarnungen.
Am Willy-Brandt-Platz, Jahnplatz und an der Einmündung Herforder Straße und Stresemannstraße konzentrierten sich die Beamten auf Fußgänger, die die Ampelsignale missachteten.
An der Westerfeldstraße stoppten die Beamten einen zwölfjährigen Jungen, der mit einem nicht versicherten E-Scooter unterwegs war. Die Mutter, als Eigentümerin des E-Scooters, erwartet eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Da der Junge erst zwölf Jahre alt war und das Fahren mit dem E-Scooter erst ab 14 Jahren erlaubt ist, muss sich die Mutter auch für das Zulassen des unbefugten Fahrens verantworten.
Insgesamt wurden 154 Verwarnungen ausgesprochen und 29 Ordnungswidrigkeitenanzeigen sowie eine Strafanzeige erstattet. Darunter fielen auch Verstöße von Autofahrern, die nicht im direkten Zusammenhang mit den Kontrollen standen. So wurden auch Gurtverstöße und abgefahrene Reifen festgestellt.
Viele Verkehrsteilnehmer nutzten die Gelegenheit, um mit den Polizisten in Kontakt zu treten.
Nach diesen europaweiten Kontrollen zur Sicherheit von Fußgängern wird es weiterhin eine Hauptaufgabe der Polizei sein, die Anzahl der Verletzten und Getöteten im Straßenverkehr zu reduzieren.
Informationen zur Beteiligung der Polizei NRW an der europaweiten Verkehrssicherheitsarbeit:
https://polizei.nrw/artikel/roadpol-european-roads-policing-network
Weitere Informationen über die Initiative ROADPOL und die aktuellen Kontrollen in englischer Sprache finden Sie auf der ROADPOL-Homepage:
ROADPOL Designates 17 September as a Day Without Road Fatalities
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








