Die Polizei Bielefeld warnt vor Betrügern, die sich als schwerkranke Personen ausgeben und angeblich Vermögen verschenken wollen. Seien Sie misstrauisch und überweisen Sie keine Geldbeträge an Unbekannte!
Bielefeld: Vorsicht vor Geldgeschenkversprechungen

Bielefeld (ost)
HC/ Bielefeld- Stadtgebiet- Die Polizei Bielefeld warnt vor Betrügern, die vorgeben, schwer krank zu sein und behaupten, ihr großes Vermögen verschenken zu wollen. Niemand verschenkt etwas!
Am Mittwoch, dem 11.03.2026, erstattete ein Ehepaar aus Bielefeld bei der Polizei Anzeige.
Im Dezember wurden sie von einer Person in einem bekannten Messenger-Dienst kontaktiert, die vorgab, eine kranke Frau zu sein. Sie behauptete, in Frankreich zu leben und das Ehepaar ausgewählt zu haben, um ihnen ihr Vermögen im Wert von 250.000 Euro zu schenken. Dafür sollten sie sich zuerst an die Rechtsanwältin dieser Person wenden.
Die vermeintliche Rechtsanwältin, die kontaktiert wurde, schickte den Bielefeldern ein Foto von der Vorderseite eines Personalausweises als Identitätsnachweis. Dieses Foto des Personalausweises wurde zuvor bei einem Identitätsdiebstahl von den Betrügern erhalten. Die Betrüger (in Form der angeblichen Rechtsanwältin) forderten das Paar dann auf, mehrere Geldüberweisungen zu tätigen, um das Vermögen der angeblich sterbenskranken Frau von 250.000 Euro zu erhalten. Sie begründeten dies mit anfallenden Verwaltungsgebühren und fälligen Steuern. Um den Vorgang seriös erscheinen zu lassen, schickten die Betrüger den Bielefeldern Fotos von offiziell aussehenden gefälschten Dokumenten.
Die Bielefelder überwiesen mehrmals die geforderten Geldbeträge auf verschiedene ausländische Konten. Schließlich kamen ihnen Zweifel und sie erstatteten Anzeige bei der Polizei.
Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen unbekannte Personen hohe Geldbeträge oder Erbschaften schenken wollen! Tätigen Sie keine Geldüberweisungen an Personen, die Sie nicht kennen! Seriöse Transaktionen erfordern keine Vorauszahlungen!
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der gemeldeten Fälle von 29667 im Jahr 2022 auf 21181 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 4478 auf 4726 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2145 auf 2336 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 2072 auf 2159. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








