Die Bundespolizei stellt die Tatverdächtigen nach einem erfolgreichen Einsatz des Videomaterials und einer Nahbereichsfahndung fest.
Blitz-Diebstahl im Wuppertaler Hauptbahnhof

Wuppertal (ost)
Am 30. Januar wurde eine 18-jährige Reisende von zwei Taschendieben beraubt. Die Bundespolizisten analysierten das vorhandene Videomaterial und starteten eine erfolgreiche Nahbereichsfahndung. Der Diebstahl – Taschengriff, Weitergabe und Verstecken der Beute – dauerte weniger als fünf Sekunden.
Um 19.45 Uhr erschien die Geschädigte in den Räumlichkeiten der Bundespolizei und meldete den Diebstahl. Aufgrund genauer Angaben zu Ort und Tätern wurde eine Überprüfung der Videoaufzeichnungen am Hauptbahnhof durchgeführt. Tatsächlich konnten die Vorbereitung und Durchführung der Tat identifiziert werden.
Die junge Frau wurde mit einem sogenannten „Anrempeltrick“ abgelenkt und bestohlen. Die Täter, ein 38- und ein 49-jähriger Rumäne, arbeiteten dabei zusammen. Der ältere Verdächtige rempelte die junge Frau an, griff in ihre Jackentasche und übergab die Beute an seinen jüngeren Komplizen.
Beide Beschuldigten verließen daraufhin den Bahnhof und somit den Bereich der Videokameras. Die Bundespolizei startete eine Nahbereichsfahndung und 15 Minuten später wurde der 38-jährige Verdächtige festgenommen. Bei ihm wurden Kleidungsstücke gefunden, die den Verdacht auf Ladendiebstahl lenkten. Die gestohlene Geldbörse und das Smartphone der Geschädigten hatte der Verdächtige nicht bei sich.
Der 49-jährige Beschuldigte wurde kurz darauf ebenfalls von einer Streife der Bundespolizei festgenommen. Auch hier fanden die Beamten das Eigentum der Geschädigten nicht. Stattdessen wurde ein weiteres Smartphone entdeckt, das offensichtlich aus einem anderen Diebstahl stammte.
Es stellte sich zudem heraus, dass gegen den 49-jährigen ein Betretungsverbot der Deutschen Bahn AG vorlag und die Staatsanwaltschaft Hannover eine Aufenthaltsermittlung wegen Erschleichens von Leistungen eingeleitet hatte.
Die gefundenen Gegenstände wurden sichergestellt und die Beschuldigten vorläufig festgenommen, um dem Haftrichter vorgeführt zu werden. Die Männer wurden um 23.50 Uhr und 00.20 Uhr in das Polizeigewahrsam des Polizeipräsidiums Wuppertal gebracht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1.980 auf 2.725. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 1.633 auf 1.897, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 1.175 auf 1.442 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 458 auf 455 leicht zurückging. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.284 auf 1.520. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region mit den meisten Taschendiebstählen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 39.519 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








