Ein 35-jähriger Deutscher sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er innerhalb weniger Stunden zwei Raubstraftaten begangen hat. Die Polizei fand bei ihm ein Messer, einen Kubotan und Pfefferspray.
Bochum: 35-Jähriger in Untersuchungshaft nach Raubdelikten

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0161
Am Montagabend (23.02.) ereigneten sich im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck innerhalb weniger Stunden zwei Raubüberfälle. Die Polizei nahm kurz darauf einen Verdächtigen fest, der jetzt in Untersuchungshaft sitzt.
Um 20:40 Uhr befanden sich zwei 16-Jährige (aus Hamm und Bochum) auf dem Bahnsteig des Aplerbecker Bahnhofs. Dort wurden sie von einem Mann angesprochen, der die Jugendlichen mit einem Messer bedrohte und den Rucksack des Hammers verlangte.
Der 16-Jährige gab nach, dann floh er mit seinem Freund zur nahegelegenen Polizeiwache Aplerbeck. Die Jugendlichen konnten den Täter bei ihrer Befragung sehr detailliert beschreiben, aber eine sofortige Fahndung verlief zunächst ergebnislos.
Um 22:15 Uhr kehrten ein 71-Jähriger und eine 68-Jährige (beide aus Dortmund) nach einem Spaziergang zu ihrem Auto zurück, das auf dem Parkplatz neben dem Rodenberg-Center stand. Beim Einsteigen wurden sie zunächst von einem Mann nach einer Zigarette gefragt. Dann verlangte der Täter das Portemonnaie des 71-Jährigen.
Die Senioren schlossen die Türen und fuhren zur Polizeiwache Aplerbeck. Als sie den Täter beschrieben, wurden die Beamten aufmerksam, denn die Beschreibung stimmte mit der der Jugendlichen überein. Einsatzkräfte trafen den Verdächtigen kurz darauf in der Nähe des Rodenberg-Centers an und nahmen ihn vorläufig fest.
Es handelt sich um einen 35-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten ein Messer, einen Kubotan und Pfefferspray. Die Beamten stellten die Gegenstände sicher und erstatteten Anzeige wegen Raubes und räuberischer Erpressung.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund erließ der zuständige Haftrichter einen Haftbefehl gegen den Mann. Für den 35-Jährigen ging es daher vom Zentralen Polizeigewahrsam direkt in die JVA.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 8213 höher war als der der weiblichen Verdächtigen mit 890. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 3590 auf 4163. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten registrierten Raubüberfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 12625 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei der Großteil männlich war. Im Jahr 2023 gab es 596 männliche Verdächtige im Vergleich zu 75 weiblichen Verdächtigen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 auf 310. Trotz des Anstiegs in Nordrhein-Westfalen war die Region mit den meisten registrierten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








