Einsatzkräfte der Bundespolizei verhafteten zwei Männer und nahmen zwei Mädchen in Gewahrsam, darunter eine vermisste 16-Jährige.
Bochum: Hauptbahnhof Hamm – Haftbefehle und vermisste Jugendliche

Hamm (ost)
Beamte der Bundespolizei haben in den letzten Tagen am Hauptbahnhof Hamm zwei Männer festgenommen und zwei Mädchen in Gewahrsam genommen.
Am Mittwochmorgen (13. Mai) stellten die Polizisten bei der Überprüfung eines 43-jährigen Mannes fest, dass dieser von der Staatsanwaltschaft Bochum zur Festnahme ausgeschrieben war.
Der georgische Staatsbürger wurde wegen eines schwerwiegenden Diebstahls zu einer Geldstrafe von 1320 Euro verurteilt. Da er die Strafe bislang nicht bezahlt hatte und dies auch vor Ort nicht konnte, wurde der Gesuchte zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 44 Tagen inhaftiert.
Nur einen Tag später (14. Mai) wurden auch bei einem 39-jährigen Litauer die Handschellen angelegt. Er wurde im April 2025 vom Amtsgericht Hamm wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Diebstahl zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Da er der Ladung zum Strafantritt nicht nachkam, wurde ein Haftbefehl erlassen. Bei seiner Festnahme leistete der Verurteilte erneut Widerstand und biss einem Polizisten in die Hand. Glücklicherweise verhinderten die Handschuhe des Beamten eine Verletzung.
Die Ingewahrsamnahme eines 14-jährigen Mädchens verlief ohne Handschellen und Widerstand. Die Einsatzkräfte trafen das Mädchen am Mittwochabend (13. Mai) kurz vor Mitternacht auf dem Bahnhofsvorplatz an. Sie gab an, den letzten Bus zu ihrer Wohngruppe verpasst zu haben und auf den ersten Bus um 05:00 Uhr morgens zu warten. Aus Sicherheitsgründen wurde sie in Gewahrsam genommen und an eine Mitarbeiterin der Wohngruppe übergeben.
Nach einer Vermisstenmeldung und Handyortung trafen Bundespolizisten am frühen Freitagmorgen (15. Mai) die gesuchte 16-jährige Jugendliche vor dem Hauptbahnhof an. Auch sie wurde in Gewahrsam genommen und an Mitarbeiter der zuständigen Wohngruppe übergeben.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56367 auf 57879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49610 auf 51099 stieg und die der weiblichen Verdächtigen von 6757 auf 6780. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Trotz des Anstiegs liegt Nordrhein-Westfalen immer noch unter der Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023, die 73917 Fälle verzeichnete.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








